News-Archiv September 2010

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Aktionsbündnis „AbKita“ begrüßt Unterstützung durch den Kinderschutzbund

Mecklenburg-Vorpommern | 07.09.2010 - 14:11:19

Schwerin/MVticker. Das Aktionsbündnis „AbKita“ in Mecklenburg-Vorpommern wächst: zukünftig unterstützt auch der Deutsche Kinderschutzbund Landesverband MV e.V. das Aktionsbündnis Kita in Mecklenburg-Vorpommern, das sich für Bildung ab Kita einsetzt. 
 
„Wir begrüßen das Engagement des Verbandes und freuen uns auf die Zusammenarbeit. Bildung ist der beste Schutz vor Krankheit und Armut. Gerade in Mecklenburg-Vorpommern, wo die Bevölkerung im Ländervergleich am stärksten armutsgefährdet ist und etwa jeder sechste Einwohner auf Existenz sichernde finanzielle Hilfen des Staates angewiesen ist, erfordert die soziale Lage, dass das Land mehr Geld in die frühkindliche Bildung investiert. Das gilt erst recht, da zu den Risikofaktoren der Armutsgefährdung in unserem Land vor allem auch die geringe Qualifikation zählt.“, so die Sprecherin des Aktionsbündnisses Peggy Lehm.
 
Gute frühkindliche Bildung und Erziehung sind entscheidende Grundlagen für die erfolgreiche Bewältigung weiterer Bildungsverläufe und sollen die Kinder befähigen, ein Leben lang zu lernen. Gerade in den ersten Jahren ihres Lebens sind Kinder besonders aufnahmebereit und wissbegierig. Unter Berücksichtigung dieser wissenschaftlichen Erkenntnis, wird zum 1. September 2010 die „Bildungskonzeption für 0- bis 10-jährige Kinder in M-V“ eingeführt. Bildungsminister Henry Tesch führt im Vorwort zur Bildungskonzeption Folgendes aus: „In den letzten Jahren hat die Bildung in der Kindertagesförderung für eine stabile Persönlichkeitsentwicklung der Kinder, für die Entwicklung ihres selbstbestimmten emanzipatorischen Handelns sowie weltoffene Sichtweisen und Einstellungen immens an Bedeutung gewonnen.“
 
Die Fachkräfte der Kindertagesförderung sollen die Inhalte der verbindlichen Bildungskonzeption umsetzen und alle Kinder alters- und entwicklungsgerecht individuell fördern. Die Umsetzung des eigenständigen Bildungs- und Erziehungsauftrags im partnerschaftlichen Handeln mit den Eltern erfordert somit mehr denn je, dass jeder Fachkraft die erforderliche Zeit und personelle Unterstützung zur Verfügung steht.
 
Peggy Lehm abschließend: „Gerade solche Voraussetzungen sind in Mecklenburg-Vorpommern jedoch nicht gegeben. Mit der Novellierung des Kindertagesförderungsgesetzes – KiföG M-V werden zwar endlich erste Schritte zur Verbesserung der pädagogischen Bedingungen eingeleitet, wesentliche Änderungen müssen jedoch noch dringend folgen. Entscheidende Punkte sind dabei die Anzahl des eingesetzten pädagogischen Personals und die Qualifikation von Fach- und Assistenzkräften“.


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