News-Archiv Mai 2010

Anzeige:

Verkehrsminister Schlotmann informiert sich über Verlauf der geplanten Meeresautobahn

Insel Rügen | 31.05.2010 - 15:54:53

Sassnitz/MVticker. Heute und morgen findet im Fährhafen Sassnitz (Landkreis Rügen) das zweite Arbeitstreffen des Deutsch-Schwedischen Konsortiums für das EU-Projekt "Hight Quality Rail und Intermodal Corridor Königslinie Sassnitz-Trelleborg" Im Rahmen von "Motorways of the Sea" statt. Der Fährhafen Sassnitz ist bisher erster und einziger deutscher Standort, der in das EU-Förderprogramm aufgenommen wurde. An dem heutigen Arbeitstreffen hat auch der Minister für Verkehr, Bau und Landesentwicklung Mecklenburg-Vorpommern, Volker Schlotmann, teilgenommen.
 
Das "Motorways of the Sea"- Projekt dient dem Ausbau des Eisenbahngüterverkehrs sowie dem Aufbau von Intermodalverkehren auf der "Königslinie" Sassnitz-Trelleborg. Die damit verbundenen notwendigen Investitionen der Reedereien für Eisenbahntechnik auf den Fährschiffen und beider Häfen für die Anpassung der Infrastruktur (Fähranleger Gleisanlagen, KLV-Terminals, Umschlagtechnik) sowie IT-Lösungen und im Vorfeld erforderliche Studien belaufen sich insgesamt auf rund 50 Millionen Euro.
 
Zur Verwirklichung des Projekts "Motorways of the Sea" hat die Europäische Union insgesamt 20 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. 10,2 Millionen Euro der Fördermittel entfallen dabei auf das Projektkonsortium aus Trelleborg und Sassnitz, 2,3 Millionen Euro direkt auf den Fährhafen. Ziel des Vorhabens ist es, den Verkehr von der Straße auf die Schiene und Schiffe zu verlagern. Der Verkehrsweg, der aufgrund seiner günstigen geografischen Lage ausgewählt wurde, ist die Verbindung der Partnerhäfen Sassnitz-Trelleborg, die im vergangenen Jahr ihr 100-jähriges Bestehen feierte. "Die Entwicklung des Seehafens Sassnitz/Mukran ist für die Ostseeregion von großer Bedeutung. Die südliche Ostseeregion gehört zu den vielversprechenden europäischen Wachstumsregionen. Die guten Seeverbindungen zwischen Trelleborg und Mecklenburg-Vorpommern können diese Entwicklung unterstützen und gleichzeitig von ihr profitieren", sagte Schlotmann heute.
 
Minister Schlotmann hat sich bei seinem Besuch sowohl über das Projekt als auch den derzeitigen Status informiert. Der Fährhafen Sassnitz/Mukran wirkt im Vorfeld gemeinsam mit den anderen Partnern des Projektes an Studien zur Vorbereitung des EU-Förderprogramms  mit bzw. unterstützt die Erstellung dieser Studien. Die Umsetzung der Investitionen am Hafen ist für voraussichtlich 2012 geplant.
 
Der Fährhafen Sassnitz ist der einzige Hafenstandort Westeuropas mit Gleis- und Umschlaganlagen für Eisenbahnwaggons der russischen Breitspur und wird daher häufig als westlichster Cargo-Bahnhof der Transsibirischen Eisenbahn bezeichnet. Dieses Alleinstellungsmerkmal des Fährhafens gestattet den Umschlag und die Verpackung von Gütern nach und aus den GUS-Staaten sowie dem Baltikum und Finnland. Zum Einzugsgebiet gehören Kunden mit Warenströmen aus Mittel- und Südosteuropa, die dank der günstigen geographischen Lage die regelmäßigen Fährverbindungen nach Schweden (Trelleborg), Litauen (Klaipeda/Memel), Russland (St. Petersburg) sowie Dänemark (Rønne) in Anspruch nehmen. Der östlichste Tiefwasserhafen Deutschlands ist durch seine Wassertiefe von bis zu 10,5 Metern für alle im Ostseeraum operierenden Schiffsklassen zugänglich. Damit bietet er ideale Voraussetzungen, eine der großen Offshore-Drehscheiben zu werden.


Anzeige:


 

Seiten (1): 1

Name Text
Es wurden noch keine Kommentare abgegeben!

 
Kommentar schreiben
Name: *
Titel:
Text: *
Ihr Kommentar wird von
unserem Serviceteam freigeschaltet.

Visuelle Bestätigung: =>