News-Archiv März 2010

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Ministerpräsident Sellering: Demografischen Wandel in MV positiv gestalten

Mecklenburg-Vorpommern | 10.03.2010 - 10:35:50

Schwerin/MVticker. „Mecklenburg-Vorpommern befindet sich schon seit 1990 in einem tiefgreifenden demografischen Wandel“, sagte Ministerpräsident Sellering heute in der Aktuellen Stunde des Landtages. Die Einwohnerzahl gehe zurück. Das Durchschnittsalter der Bevölkerung steige an. „Diese Entwicklung stellt uns vor Probleme, die wir lösen müssen. Sie eröffnet Mecklenburg-Vorpommern aber auch Chancen, zum Beispiel als Gesundheitsland oder als attraktiver Alterswohnsitz.“
 
Sellering plädierte für eine realistische Erwartungshaltung: „Wir werden den demografischen Wandel nicht aufhalten oder umkehren können. Wir können aber beeinflussen, wie hart uns dieser Wandel trifft und wie gut es uns gelingt, die mit diesem Wandel verbundenen Chancen tatsächlich zu nutzen.“
Es gehe vor allem darum, Mecklenburg-Vorpommern wirtschaftlich attraktiver zu machen und die Kinder- und Familienfreundlichkeit weiter zu steigern. „Nur dann werden sich junge Menschen für eine Zukunft in Rostock oder Schwerin und nicht in Hamburg oder München entscheiden“, so der Ministerpräsident. Daran arbeite die Landesregierung, sagte Sellering und verwies beispielhaft auf die erzielten Verbesserungen bei der Kinderbetreuung.
 
Darüber hinaus notwendig sei es, die öffentliche Infrastruktur anzupassen. Sie müsse auf eine geringere Einwohnerzahl und eine älter werdende Bevölkerung ausgerichtet werden. Aus der Notwendigkeit, gewohnte Strukturen zu ändern, seien im Land schon kluge und kreative Lösungen entstanden. „Ein sehr gutes Beispiel ist das Modell der Gesundheitsschwester AGnES. Damit hat Mecklenburg-Vorpommern einen bundesweiten Exportschlager entwickelt“, führte Sellering aus.
 
Der Ministerpräsident forderte, die Verantwortung auf lokaler Ebene vor Ort zu stärken und die Bürgerinnen und Bürger wieder mehr in die Organisation des Zusammenlebens einzubeziehen. Dazu sei es notwendig, die Handlungsspielräume für Menschen zu erweitern. „Das neue Standarderprobungsgesetz, enthält dazu einige Vorschläge. Wichtig ist, dass wir Spielräume für Kreativität und Flexibilität vor Ort öffnen und dass wir die Erfahrung und Mitarbeit aller Generationen nutzen“, sagte der Regierungschef.
 


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