News-Archiv Februar 2010

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Mutmaßliche Messerstecher einstweilig untergebracht bzw. in Untersuchungshaft

Region Rostock | 26.02.2010 - 16:11:23

Rostock/MVticker. Die beiden nach der unverzüglich von der Staatsanwaltschaft Rostock veranlassten und erfolgreich von der Kriminalpolizeiinspektion Rostock umgesetzten Öffentlichkeitsfahndung am gestrigen Donnerstag identifizierten und vorläufig festgenommenen jungen Männer (15 und 19 Jahre alt) sind heute aufgrund der Haftanträge der Staatsanwaltschaft den zuständigen Jugendrichtern des Amtsgerichts Rostock vorgeführt worden. Teilweise abweichend von dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die für beide Beschuldigte unter anderem einen dringenden Tatverdacht des gemeinschaftlich versuchten Mordes annimmt, hat das Gericht statt dessen nur für den älteren Beschuldigten einen Tatverdacht des versuchten Totschlages angenommen. Des Weiteren sind die Beschuldigten des gemeinschaftlich begangenen schweren Raubes, versuchter schwerer räuberischer Erpressung und gefährlicher Körperverletzung dringend verdächtig. 
Gegen den älteren Beschuldigten hat das Amtsgericht Rostock die einstweilige Unterbringung in eine psychiatrische Anstalt angeordnet. Er hatte gegenüber der Richterin auf psychiatrische Behandlungen in der Vergangenheit hingewiesen und behauptet, zur Tatzeit Stimmen gehört zu haben, mit denen er zum Zustechen aufgefordert worden wäre. Abweichend von Angaben in seiner ersten Vernehmung habe er das erste Opfer nur bedrohen und nicht töten wollen. Die Staatsanwaltschaft leitet die beschleunigte Begutachtung des Beschuldigten durch einen forensisch-psychiatrischen Sachverständigen in die Wege, um die Frage einer Tatbegehung im Zustand aufgehobener oder verminderter Schuldfähigkeit zu klären.
Den Haftbefehl gegen den 15-jährigen Beschuldigten, der sich zu den gegen ihn gerichteten Tatvorwürfen nicht äußerte, stützt das Amtsgericht Rostock auf den Haftgrund der Wiederholungsgefahr. Der Beschuldigte ist in der kurzen Zeit seiner Strafmündigkeit bereits sechsmal strafrechtlich in Erscheinung getreten, zuletzt wegen einer einschlägigen Vortat, deretwegen er Ende April 2009 zur Teilnahme an einem sozialen Trainingskurs verurteilt worden war. 


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