News-Archiv November 2009

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Schweinegrippe: Nachfrage nach Impfung gegen Neue Influenza ist sprunghaft angestiegen

Mecklenburg-Vorpommern | 09.11.2009 - 15:42:56

Rostock/MVticker. In M-V sind bislang 82.000 Dosen Impfstoff gegen die Neue Influenza an die Gesundheitsämter der Landkreise und kreisfreien Städte sowie über Apotheken an die niedergelassenen Ärzte ausgeliefert worden. „In der zweiten Woche der Impfaktion hat sich die Nachfrage nach den Impfungen drastisch erhöht", sagt Dr. Martina Littmann, Leiterin der Abteilung Gesundheit im Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGuS) heute in Rostock. Zurückzuführen sei das unter anderem auf den sprunghaften Anstieg der Neuerkrankungen an Neuer Influenza in den vergangenen zwei Wochen.
 
In dieser Woche werden 28.000 weitere Dosen Impfstoff erwartet. Es ist sichergestellt, dass neben den Gesundheitsämtern auch mindestens jeweils eine Apotheke pro Landkreis/kreisfreier Stadt mit dem Impfstoff beliefert wird. Diese übernimmt dann die Verteilung an Arztpraxen oder andere Apotheken, die Impfstoff nachfragen.
 
Die Impfaktion wird mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Nicht alle Menschen können sofort geimpft werden. In M-V folgt man der Empfehlung der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut (STIKO). Danach sollen sich zuerst die Beschäftigten im medizinischen Bereich und chronisch kranke Menschen impfen lassen. Auch Feuerwehrleuten und Polizisten wird die Impfung ans Herz gelegt.
 
„Wir bitten um Verständnis, wenn es zu Wartezeiten auf einen Impftermin kommt“, sagt Dr. Heiko Will, Erster Direktor des LAGuS. „Wer sich als Risikopatient gegen die Neue Influenza impfen lassen möchte, sollte zunächst telefonisch Kontakt mit seinem Gesundheitsamt vor Ort bzw. Hausarzt aufnehmen.“
 
In der vergangenen Woche wurden dem LAGuS ca. 100 Neuerkrankungen an Neuer Influenza gemeldet. Der deutlich ansteigende Trend setzt sich weiter fort. Seit dem Ausbruch der Neuen Influenza im Frühjahr 2009 wurden in M-V bislang 464 erkrankte Personen registriert. Besonders betroffen sind die Gruppen der Kinder und Jugendlichen (unter 18 Jahre) mit 55 Prozent bzw. der jungen Erwachsenen (18-25 Jahre) mit 23 Prozent. „Wir gehen von einer höheren Dunkelziffer aus“, sagt Dr. Littmann. Nicht alle Fälle mit einer entsprechenden Symptomatik müssen labordiagnostisch abgeklärt werden. Deshalb ist von vielen Infektionen an Neuer Influenza auszugehen, die nicht erfasst werden.
 
In der Regel verliefen die bisher gemeldeten Fälle relativ mild. Insgesamt gab es 26 Krankenhauseinweisungen. Todesfälle sind in M-V bislang nicht aufgetreten.
 
Angesichts der sprunghaft ansteigenden Erkrankungszahlen, der hohen Ansteckungsfähigkeit des Neue-Influenza-Virus und der nasskalten Jahreszeit, die traditionell mit vielen grippalen Infekten einhergeht, ist von einem weiteren deutlichen Anstieg der Erkrankungszahlen an Neuer Influenza auszugehen, ggf. auch mit schwereren Verläufen. Aufgrund der bisherigen Altersverteilung wird dieses auch schwerpunktmäßig Gemeinschaftseinrichtungen betreffen.
 
Wichtigste persönliche Hygienemaßnahme zum Schutz vor Infektionen ist das gründliche Händewaschen mit Flüssigseife und die Benutzung von Einweghandtüchern. Diese und viele weitere Informationen hat das LAGuS auf seiner Internetseite - www.lagus.mv-regierung.de - für Bürgerinnen und Bürger, für Ärzte und Apotheker sowie für Gemeinschaftseinrichtungen zusammengestellt.


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