News-Archiv November 2009

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Wirtschaftsdelegation aus MV in Moskau - Minister Seidel: Langfristige Beziehungen aufbauen

Mecklenburg-Vorpommern | 09.11.2009 - 14:56:02

Schwerin/MVticker. Wirtschaftsminister Jürgen Seidel ist am Sonntag mit einer Wirtschaftsdelegation zu Gesprächen nach Moskau und Nizhni Nowgorod gereist. „Wir haben nicht nur historische Beziehungen zu Russland, sondern auch gute Perspektiven in verschiedenen wirtschaftlichen Bereichen“, sagte Seidel in Moskau. 
 
Der Wirtschaftsminister hat sich am Montag in Moskau mit dem stellvertretenden Minister für Industrie und Handel der Russischen Förderation Walentinowitsch Manturow sowie dem stellvertretenden russischen Verkehrsminister Alexandrowitsch Olerski getroffen. Seidel warb für den Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommern. „Die Gespräche waren sehr konstruktiv. Wir sind auf beiden Seiten an neuen, langfristigen Geschäftsbeziehungen sehr interessiert“, so  Seidel weiter. Der Minister wird während der Delegationsreise von insgesamt 18 heimischen Unternehmen aus den Bereichen Logistik, Dienstleistungen, Industrie und Verkehr begleitet. 
 
Beim Treffen mit dem Generaldirektor von Gazprom, Alexandr I. Medwedew war ein Thema unter anderem der geplante Bau der Ostseepipeline Nord Stream. „Die in Planung befindliche Pipeline nimmt eine essentielle Rolle bei der Gewährleistung der europäischen Energieversorgungssicherheit ein, denn eine gesicherte Energieversorgung wird immer wichtiger. Mit der Ostseepipeline würde ein direkter Zugang zu den weltgrößten Erdgasreserven geschaffen, davon profitiere auch Mecklenburg-Vorpommern“, sagte Seidel. Die in Planung befindliche Nord Stream Pipeline soll Russland und die EU durch die Ostsee verbinden, um Unternehmen und Privathaushalte zukünftig mit Erdgas zu versorgen. 
 
Bereits gestern Abend hat Seidel sich mit dem Aufsichtsratsmitglied bei Gazprom Igor Kh. Yusufov in Moskau getroffen. Thema war dabei die zukünftige Entwicklung von Nordic Yards in Wismar und Rostock-Warnemünde. „Die Werften in MV verfügen über ein hohes Know-how und haben langjährige Erfahrungen mit russischen Auftraggebern“, sagte Seidel. Er machte in dem Gespräch zudem die Erwartungen des Landes Mecklenburg-Vorpommern im Hinblick auf die Weiterentwicklung des Unternehmens deutlich. „Bei allen Bemühungen muss es darum gehen, die Werften so aufzustellen, dass sie eine Perspektive haben. Hierfür sind Aufträge dringend nötig. Dabei sind alle Möglichkeiten der Werfteigner mit potentiellen Investoren auszuloten“, sagte Seidel. 
 
Der Sohn von Igor Kh. Yusufov, Vitaly Yusufov, ist Eigner der Nordic Yards. Er hat die Werften in Rostock-Warnemünde und Wismar Mitte August übernommen. Seitdem firmieren die Werften unter dem Namen Nordic Yards Warnemünde GmbH und Nordic Yards Wismar GmbH. 
 
Die Reise wurde von der Rostocker Industrie- und Handelskammer, der Deutschen Botschaft in Moskau sowie dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus MV organisiert. Auf Russland entfallen derzeit 11 Prozent des gesamten Außenhandels Mecklenburg-Vorpommerns. Mit Ausfuhren im Wert von 462 Mio. Euro war Russland für Mecklenburg-Vorpommern im vergangenen Jahr das zweitwichtigste Exportland. Hauptausfuhrgüter nach Russland waren Eisen-, Blech- und Metallwaren, Nahrungsgüter sowie Span- und Faserplatten und Furniere. Die Einfuhren aus Russland nach Mecklenburg-Vorpommern hatten im Jahr 2008 einen Wert von rund 360 Mio. Euro.


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