News-Archiv November 2009

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Urlauber in MV sind zufrieden - Minister Seidel: Mehr Gäste aus Süddeutschland locken

Mecklenburg-Vorpommern | 03.11.2009 - 14:37:55

Schwerin/MVticker. Mecklenburg-Vorpommern stellt als Urlaubsland seine Gäste zufrieden. „Mecklenburg-Vorpommern-Urlauber geben dem Land gute Noten“, sagte Wirtschaftsminister Jürgen Seidel am Dienstag in Schwerin. „93 Prozent der Gäste sind zufrieden oder sehr zufrieden, das ist deutlich über dem Bundes-durchschnitt.“ Bei der Zufriedenheit mit dem Aufenthalt gab es auf einer Skala von 1 bis 6 die Note 1,7. 
 
Grundlage war unter anderem der Qualitätsmonitor Deutschland der Deutschen Zentrale für Tourismus, bei dem 6.700 Interviews mit Gästen aus Mecklenburg-Vorpommern ausgewertet wurden. Qualität und die Ausstattung der Unter-künfte (Note 1,8), gastronomisches Angebot (1,9 statt 2,0), Öffnungszeiten (2,0 statt 2,1) und Freundlichkeit der Bevölkerung (1,8 statt 2,0) wurden ebenfalls besser bewertet als im Vorjahr. Schlechter fiel das Preis-Leistungs-Verhältnis bei der Unterkunft aus (Note 2,1). 
 
„Für gute Noten gibt es gute Gründe“, sagte Seidel. „Mecklenburg-Vorpommern verfügt heute über die modernste Urlaubsinfrastruktur Deutschlands und weist im internatio-nalen Vergleich zwischen europäischen Regionen eine überdurchschnittliche Marktdynamik auf.“ Tourismusintensität, Bettenauslastung, Aufenthaltsdauer, Übernachtungen gehören im europäischen Vergleich zur Spitzengruppe. 
 
In Deutschland konnte MV seinen Marktanteil von rund 3,6 Prozent im Jahr 1993 auf rund 8,5 Prozent im vergangenen Jahr steigern, die Gesamtankünfte stiegen von 2,7 Mio. im Jahr 1992 auf 6,6 Millionen im vergangenen Jahr. Im gleichen Zeitraum stiegen die Gesamtübernachtungen von 9,4 Mio. auf 27,5 Mio. Von Januar bis August 2009 stiegen die Gesamtankünfte um 6,2 Prozent auf 4,9 Mio. und die Gesamtübernachtungen um 4,0 Prozent auf 21,2 Mio. „In diesem Jahr könnte bei den Übernachtungen erstmals die 28 Millionen-Marke überschritten werden“, sagte Seidel. 
 
Die Sommeranalyse des Europäischen Tourismus Instituts (ETI) in Trier ergab, dass mit 26,1 Prozent mehr als jeder vierte Inlandstourist in den Nordosten gereist ist. Die meisten Gäste kamen 2008 aus Nordrhein-Westfalen (15 Prozent), Niedersachsen (12,6 Prozent) und Sachsen (11,4 Prozent). Berlin, Brandenburg und Sachsen-Anhalt hatten jeweils etwa 9 Prozent Anteil, Bayern und Baden-Württemberg jeweils etwa 4 Prozent. 
 
„Hier liegt eine wichtige Aufgabe: Wir müssen die noch erheblichen Potentiale in Süd- und Westdeutschland nutzen“, sagte Seidel. Beim „Neupotenzial“ für die kommenden Jahre wurden für NRW (23 Prozent), Niedersachsen (13 Prozent), Bayern (12 Prozent) und Baden-Württemberg (8,5 Prozent) als mögliche Quellmarktanteile für die kommenden Jahre ermittelt.  
 
Die Auswirkungen der aktuellen Wirtschaftskrise auf das Reiseverhalten der Deutschen in den Sommermonaten war bisher relativ gering. Das durchschnittliche Monatseinkommen der MV-Urlauber ist in den vergangenen Jahren von 2.300 auf 2.500 Euro angewachsen, die Tagesausgaben eines Urlaubers stiegen von 67 auf 75 Euro.
 
Folgen der Krise waren starke Einbrüche bei schwedischen  (75.300, -16,7 Prozent) und polnischen Gästen (21.000, -46,4 Prozent). Aus den Niederlanden (160.000, +26 Prozent), der Schweiz (90.000 +13,2 Prozent) und Großbritannien (13.000 +11 Prozent) gab es dagegen deutliche Zuwächse. „Hier beginnt sich das in diesen Märkten verstärkte Marketing und die verbesserte Erreichbarkeit auszuzahlen“, sagte Seidel. 
 
2010 wird nicht mehr mit einer Steigerung der Übernachtungen gerechnet, da sich die negativen Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf den Arbeitsmarkt verstärken werden, die Konsumzurückhaltung zunehmen wird und MV auch nicht mit einer Großveranstaltung wie der BUGA locken kann. „Unser Ziel ist, die Übernachtungszahlen bei 28 Mio. zu stabilisieren“, sagte Seidel. „Dafür müssen wir die Qualität weiter steigern, den Fachkräftebedarf sichern und die Infrastruktur weiter ausbauen.“
 


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