News-Archiv August 2009

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Mehr Fläche für Windenergie - Schlotmann: Es geht um Arbeitsplätze

Mecklenburg-Vorpommern | 25.08.2009 - 10:18:40

Schwerin/MVticker. Der Minister für Verkehr, Bau und Landesentwicklung, Volker Schlotmann, geht davon aus, dass in Zukunft mehr Fläche für Windenergie im Land zur Verfügung steht. "Wir müssen heute die richtigen Weichen stellen, um morgen den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung steigern zu können. Dabei setzen wir auch auf Windkraft. Und wir sind auf einem guten Weg: Bei der Neuaufstellung der Regionalen Raumentwicklungsprogramme soll mehr Fläche für Windkraftanlagen ausgewiesen werden. Dabei geht es nicht nur darum, die Zahl der Windenergieanlagen zu erhöhen, sondern auch darum, Industriearbeitsplätze mit Zukunftsperspektive im Land zu schaffen. Wer auf erneuerbare Energien baut, setzt auf die Zukunft", sagte Schlotmann heute in Schwerin.
 
Die vier Regionalen Planungsverbände des Landes (Mecklenburgische Seenplatte, Mittleres Mecklenburg/Rostock, Vorpommern, Westmecklenburg) stellen zurzeit die Regionalen Raumentwicklungsprogramme (RREP) neu auf. Die Programme konkretisieren das Landesraumentwicklungsprogramm für die vier Planungsregionen des Landes. Das Landesentwicklungsministerium begleitet diese Arbeit. In Vorpommern wurde das Programm bereits von der Verbandsversammlung des Regionalen Planungsverbandes beschlossen, in den drei anderen Regionen läuft jeweils das zweite Beteiligungsverfahren.
 
Einer der Schwerpunkte bei der Aufstellung der Programme liegt darauf, Eignungsgebiete für Windenergieanlagen neu auszuweisen und die bereits festgelegten Gebiete zu überprüfen. Ziel ist dabei, dass in Zukunft deutlich mehr Flächen für Windenergieanlagen zur Verfügung stehen als bisher. Die neuen Eignungsgebiete werden ohne Höhenbegrenzung ausgewiesen, so dass sie sich auch für künftiges Repowering eignen.
 
Heute stehen in Mecklenburg-Vorpommern etwas mehr als 1.300 Windkraftanlagen. Sie produzieren rund 1.500 Megawatt, das entspricht der dreifachen elektrischen Leistung des Steinkohlekraftwerks Rostock. Der Windstromanteil am Nettostromverbrauch hat nach den Angaben des Deutschen Windenergieinstitutes zur Halbjahresbilanz 2009 die 40-Prozent-Grenze am Nettostromverbrauch überschritten. Damit liegt das Land nach Sachsen-Anhalt an zweiter Stelle.
 
Im Bereich erneuerbaren Energien wurden in Mecklenburg-Vorpommern bislang rund 2.000 Arbeitsplätze geschaffen. Wesentlichen Anteil daran hat die Windenergieindustrie. Besonders bei der beginnenden Nutzung von Flächen auf dem Meer für die Windenergienutzung will die einheimische Industrie stark mitmischen. Wichtige Weichen wurden mit der Neuaufstellung des Windenergienetzwerkes in Rostock gestellt.


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