News-Archiv August 2009
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Mecklenburg-Vorpommern: Entzug des Sorgerechts wegen Kindeswohlgefährdung 2008 deutlich angestiegen
Mecklenburg-Vorpommern | 25.08.2009 - 10:16:54
Schwerin/MVticker. Die Familiengerichte Mecklenburg-Vorpommerns haben 2008 in 228 Fällen Eltern das Sorgerecht für ihr/e Kind/er vollständig oder teilweise entzogen. Das waren nach Mitteilung des Statistischen Amtes 40 Fälle mehr als 2007 und der höchste Wert der vergangenen zehn Jahre.
Eine Einschränkung oder ein Entzug des Personensorgerechts kann nur durch ein Familiengericht erfolgen, wenn das körperliche, geistige oder seelische Wohl eines Kindes oder sein Vermögen gefährdet ist und die Eltern nicht gewillt oder in der Lage sind, die Gefahr abzuwenden.
Von den insgesamt 228 Fällen des gerichtlich angeordneten Entzugs des Sorgerechts waren im vergangenen Jahr 111 Mädchen und 117 Jungen betroffen. In 200 Fällen wurde die elterliche Sorge ganz oder teilweise auf das Jugendamt übertragen, darunter in 47 Fällen nur das Aufenthaltsbestimmungsrecht. Bei den übrigen Fällen ist das Sorgerecht auf Einzelpersonen oder Vereine übertragen worden.
Bezogen auf die gleichaltrige Bevölkerung in Mecklenburg-Vorpommern kamen 2008 auf je 10 000 Kinder- und Jugendliche 2 Sorgerechtsentziehungen. Der vergleichbare Bundesdurchschnitt war im vergangenen Jahr mit 9 je 10 000 Kinder und Jugendliche gut viermal höher als hierzulande.
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