News-Archiv August 2009

Anzeige:

Backhaus: Pläne zur Privatisierung von Gewässern gänzlich stoppen

Mecklenburg-Vorpommern | 19.08.2009 - 12:06:52

Schwerin/MVticker. Die Ankündigung der BVVG, die Ausschreibung von Gewässern bis zum Jahresende auszusetzen, kann nach Auffassung von Umweltminister Dr. Till Backhaus  nur ein "erster Schritt" sein.
 
"Ich fordere die Bundesregierung auf, die Pläne zur Privatisierung von Gewässern gänzlich zu stoppen", so Backhaus.
 
Gewässer könne man nicht unter "rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten" betrachten. Sie haben eine unschätzbare Bedeutung für den Naturschutz, für Fischerei  und den Angelsport, für die Naherholung und den Tourismus. "Wasser ist kostbar. Verantwortungsloser Umgang mit diesem Grundelement des Lebens kann weitreichende Folgen haben, die heute noch gar nicht umfassend abzuschätzen sind", argumentiert Backhaus. 
 
Er schlägt deshalb vor, die Gewässer, die sich noch im Bestand der BVVG besitzen, an die Länder zu übertragen, ähnlich wie es mit Flächen aus dem Nationalen Naturerbe geschehen ist. 
 
"Eine Privatisierung der Gewässer würde den sozialen Frieden in den Kommunen, in den Vereinen, zwischen den Unternehmen gefährden, wie Erfahrungen aus Brandenburg zeigen", so Backhaus. Man könne noch so viele Regelungen in die Verträge aufnehmen. Letztlich werde es immer wieder Interessen geben, die sich entgegenstehen.
 
In Mecklenburg-Vorpommern gibt es 227 Gewässer von unterschiedlicher Größe, die noch im Bestand der BVVG sind. Sie umfassen eine Fläche von insgesamt ca. 4200  ha.
 
Insgesamt verfügt die BVVG noch über etwa 15.000 ha Gewässer. Die überwiegende Mehrheit dieser Flächen befindet sich in den Ländern Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.
 


Anzeige:


 

Seiten (1): 1

Name Text
Es wurden noch keine Kommentare abgegeben!

 
Kommentar schreiben
Name: *
Titel:
Text: *
Ihr Kommentar wird von
unserem Serviceteam freigeschaltet.

Visuelle Bestätigung: =>