News-Archiv August 2009

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Statistisches Amt wertet verfügbare Einkommen in Mecklenburg-Vorpommern aus

Mecklenburg-Vorpommern | 11.08.2009 - 10:11:29

Schwerin/MVticker. Wie das Statistische Amt mitteilt, verfügte in Mecklenburg-Vorpommern 2007 durchschnittlich jeder Einwohner über 14 610 EUR Einkommen für Konsum und Sparen, im deutschen Durchschnitt waren es dagegen 18 411 EUR. Dabei hatten die Einwohner des Landkreises Uecker-Randow nur durchschnittlich 13 406 EUR, die Einwohner des Landkreises Mecklenburg-Strelitz (16 055 EUR) dagegen deutlich mehr zur Verfügung.
 
Die Einwohner des Landkreises Mecklenburg-Strelitz hatten im Jahr 2007 mit 16 055 EUR das höchste verfügbare Einkommen Mecklenburg-Vorpommerns. Es erreichte 109,9 Prozent vom Durchschnittsniveau des Landes und 87,2 Prozent vom gesamtdeutschen Durchschnitt. Über 80 Prozent des Bundesdurchschnitts erreichte das verfügbare Einkommen je Einwohner aber auch in den Landkreisen Ludwigslust, Parchim und Bad Doberan. In den anderen Landkreisen war das verfügbare Einkommen je Einwohner deutlich geringer. Im besonders strukturschwachen Landkreis Uecker-Randow wurden sogar nur 91,8 Prozent vom Landesdurchschnitt bzw. 72,8 vom Bundesdurchschnitt erzielt.
 
Von den kreisfreien Städten hatten das höchste verfügbare Einkommen je Einwohner Neubrandenburg mit 15 223 EUR (104,2 Prozent vom Landes- und 82,7 Prozent vom Bundesdurchschnitt) und Schwerin mit 15 209 EUR (104,1 Prozent vom Landes- und 82,7 Prozent vom Bundesdurchschnitt). Das geringste verfügbare Einkommen je Einwohner verzeichneten hier Wismar mit 14 294 EUR und Stralsund mit 14 287 EUR (jeweils 97,8 Prozent vom Landes- und jeweils 77,6 Prozent vom Bundesdurchschnitt).
 
Das verfügbare Einkommen je Einwohner ist eine Nettoeinkommensgröße, die einerseits sowohl Einkommen aus unselbständiger Arbeit, als auch Einkünfte aus freiberuflicher bzw. unternehmerischer Tätigkeit sowie Vermögenseinkünfte beinhaltet, andererseits aber auch bezogene Sozialtransfers (Arbeitslosengeld, Kindergeld u. Ä.) mit einbezieht. Das verfügbare Einkommen je Einwohner zeigt somit, wie viel an Geld durchschnittlich jedem Einwohner der betrachteten Region für den Konsum und zum Sparen in einem Jahr zur Verfügung steht.
 
Der Anteil der empfangenen Sozialleistungen (dazu gehören z. B. Einkünfte aus der Altersvorsorge bzw. Arbeitslosigkeit, Sozialhilfe, Wohn- und Kindergeld) am verfügbaren Einkommen der Privaten Haushalte betrug 2007 im Landesdurchschnitt 40,5 Prozent (Bundesdurchschnitt: 29,7 Prozent). Im Landkreis Uecker-Randow hatten die empfangenen Sozialleistungen jedoch knapp die Hälfte (48,0 Prozent) Anteil am gesamten verfügbaren Einkommen, im Landkreis Bad Doberan dagegen nur 33,9 Prozent. Auch in den Landkreisen Ludwigslust (35,0 Prozent), Nordwestmecklenburg (36,0 Prozent), Mecklenburg-Strelitz (36,8 Prozent) und Parchim (37,4 Prozent) sowie in der kreisfreien Stadt Greifswald (38,5 Prozent) lag dieser Anteil unter 40 Prozent. Im Durchschnitt der kreisfreien Städte (42,6 Prozent) war der Anteil der empfangenen Sozialleistungen höher als im Durchschnitt der Landkreise (39,5 Prozent). Den höchsten Anteil der empfangenen Sozialleistungen am verfügbaren Einkommen hatte von den kreisfreien Städten Stralsund mit 46,5 Prozent.


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