News-Archiv August 2009

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Windenergienetzwerk erhält Unterstützung - Minister Seidel: Synergien effektiv nutzen

Region Rostock | 03.08.2009 - 10:39:27

Rostock/MVticker. Das Netzwerk „WIND ENERGY Network Rostock e.V.“ wird vom Wirtschaftsministerium unterstützt. „Strategisches Ziel der Zusammenarbeit im Netzwerk ist es, ein Offshore-Kompetenzzentrum bzw. eine Plattform mit einer leistungsfähigen Industrie aufzubauen. Somit werden beispielsweise die Voraussetzungen zur Präsentation der Kompetenzen sowie der gemeinsamen Vermarktung geschaffen. Die Ansiedlung neuer Unternehmen soll zudem durch das Netzwerk vorangetrieben werden. Es gilt die bestehenden Synergien zu nutzen und gemeinsam auszubauen“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Jürgen Seidel am Montag in Rostock.  
 
Im Netzwerkverbund sind 24 Unternehmen der Windenergie-branche aus Mecklenburg-Vorpommern organisiert. Dazu gehören unter anderem AREVA Energietechnik aus Güstrow, die SEAR GmbH aus Rostock oder die Windrad Engineering GmbH aus Bad Doberan. Der Minister überreichte an das Netzwerk einen Fördermittelbescheid in Höhe von 300.000 Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF). „In einem Netzwerk soll die Wettbewerbsfähigkeit der beteiligten Unternehmen zielgerichtet gestärkt und ausgebaut werden. Durch die Förderung von Kooperationen zwischen Unternehmen sollen Größenvorteile ausgeschöpft und Nachteile, die mit der oft kleinteiligen Strukturierung der Wirtschaft des Landes verbunden sind, überwunden werden“, so Seidel weiter.
 
„Das Land verfügt mit den hier ansässigen Unternehmen und wissenschaftlichen Einrichtungen über die notwendige Kompetenz für den Ausbau der Offshore-Windkraftindustrie. Die Potentiale der Windkraftindustrie in Mecklenburg-Vorpommern können mit der Erschließung der Offshore-Windkraft erheblich ausgebaut werden“, sagte Seidel. So laufen beispielsweise die Bauarbeiten für den Netzanschluss des ersten Offshore-Windparks vor der Küste MV bereits auf Hochtouren. 2010 soll das Pilotprojekt Baltic 1 den Betrieb aufnehmen. 
 
Gegenwärtig sind 43 Unternehmen mit ca. 3.600 Beschäftigten in der Windenergiebranche tätig. Darunter sind Firmen wie der Windkraftanlagenhersteller Nordex Energy GmbH und Zulieferbetriebe, wie z. B. KGW Schweriner Maschinen- und Anlagenbau GmbH, EEW Special Pipe Constructions GmbH, Eikboom GmbH, DMR-Firmengruppe, RMT Maschinenbau GmbH und die Eisengießerei Torgelow GmbH, tätig. Das Produktionsprogramm erstreckt sich vom Bau der Fundamente, Herstellung von Stahlrohrtürmen, Gondeln aus Kunststoff, Rotorblättern, kompletten Schaltschränken, Rotornaben bis hin zum Korrosionsschutz und der Oberflächenbehandlung sowie der Produktion von zahlreichen weiteren Komponenten einer Windkraftanlage wie zum Beispiel Bremsen. 
 
„Mecklenburg-Vorpommern hat schon frühzeitig auf erneuerbare Energien gesetzt und gehört heute in der Windenergienutzung zu den führenden Bundesländern“, sagte Seidel. „Das klimapolitische Ziel der Bundesregierung - 30 Prozent erneuerbare Energien am Stromverbrauch bis 2020 - haben wir im Nordosten bereits seit 2007 erfüllt.“ Gegenwärtig sind an Land über 1.300 Windenergieanlagen mit einer Leistung von rund 1.430 Megawatt (MW) am Netz. 
 
Die Erneuerbaren Energien (Wind-, Bio-, Wasser-, Geo- und Sonnenenergie) sind mit einem Anteil von über 44 Prozent  zweitwichtigste Energiequelle bei der Stromerzeugung in Mecklenburg-Vorpommern. So leistet allein die Windenergie einen Anteil von 33 Prozent an der gesamten Stromerzeugung und 74 Prozent an der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien. Seit 2000 hat sich der Anteil der Erneuerbaren Energien am Primärenergieverbrauch in Mecklenburg-Vorpommern von drei Prozent auf heute knapp 14 Prozent deutlich erhöht.
 
 
 


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