News-Archiv Mai 2009
Anzeige:
Mecklenburg-Vorpommern | 29.05.2009 - 13:19:29
Schwerin/MVticker. Während seines Polenbesuchs als Präsident der Kultusministerkonferenz ist es Minister Henry Tesch gelungen, ein gemeinsames Finanzierungskonzept für ein Projekt zur Förderung des Polnisch-bzw. Deutschunterrichts in grenznahen Grundschulen zu vereinbaren.
Für das so genannte Spotkanie-Projekt kam Minister Tesch mit dem Vizemarshall der Wojewodschaft Westpommern, Witold Jabłoński, überein, dass die teilnehmenden polnischen Schulen zukünftig von den zuständigen Schulträgern auch finanziell unterstützt werden.
Zugesagt wurde zunächst eine Einmalzahlung von 25 000 Euro und anschließender Verstetigung im Haushalt.
Bislang hatte Bildungsministerium Mecklenburg-Vorpommerns das Spotkanie-Projekt zu 100% für alle beteiligten Schulen finanziert.
Im Rahmen des Projekts "Spotkanie heißt Begegnung" erwerben seit dem Schuljahr 2008/2009 Schülerinnen und Schüler an vier Grundschulen des Landes in fünf Arbeitsgemeinschaften die Grundlagen der polnischen Sprache. Jede Spotkanie-Arbeitsgemeinschaft hat eine Partnergruppe im Nachbarland, mit der sie sich regelmäßig trifft. Der Sprachunterricht dient zur Vorbereitung dieser Begegnungen und wird einmal wöchentlich in zwei zusätzlichen Schulstunden erteilt. Für diesen Unterricht stehen ausschließlich muttersprachliche Lehrkräfte, die die Sprache und Kultur des Nachbarlandes besonders authentisch vermitteln können, zur Verfügung. Durch die partnerschaftliche Spracharbeit (Tandem-Methode) wird für die Kinder eine Situation geschaffen, die den Bedingungen des spontanen Spracherwerbs in einer alltäglichen fremdsprachlichen Umgebung sehr ähnlich ist und somit den Spracherwerbsfähigkeiten dieser Altersgruppe entgegenkommt.
Teilnehmende Schulen sind die Grundschulen Zinnowitz, Heringsdorf, Pasewalk und Löcknitz mit ihren polnischen Partnerschulen in Swinemünde, Police und Stettin.
Dieses Angebot ist ein logischer Schritt nach Einführung des Modellprojekts "Mehrsprachige Erziehung in Kindergärten und weiterführenden Einrichtungen". Beteiligt sind hier gegenwärtig zwölf Kindertagesstätten und drei Horteinrichtungen. Der nahtlose Übergang beim Erlernen der Sprache des polnischen Nachbarn vom Kindergarten über die weiterführenden Schulen bis zu den beruflichen Schulen ist erklärtes Ziel der Landesregierung.
|
Bewertung: 1.0 Punkte (1) |
Kommentare (0) | Empfehlen |
Anzeige:
Seiten (1): 1
| Name | Text |
| Es wurden noch keine Kommentare abgegeben! | |



