News-Archiv Mai 2009

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Ost-Länder wollen schnellere Verkehrsverbindungen zwischen Ostsee, Mitteldeutschland und Adria

Region Rostock | 13.05.2009 - 12:47:04

Rostock/MVticker. Die ostdeutschen Bundesländer haben heute bei der Infrastrukturministerkonferenz Ost in Rostock einen Aktionsplan verabschiedet, der auf eine stärkere Verankerung des Ostsee-Adria-Entwicklungskorridors auf Bundes- und Europaebene abzielt.
 
"Bei der anstehenden Aktualisierung des Bundesverkehrswegeplans werden wir gemeinsam darauf dringen, dass die Verkehrsverbindungen zwischen der Ostsee und Mitteldeutschland verbindlich festgeschrieben werden. Außerdem wollen wir erreichen, dass der weitere Ausbau der Schienenstrecken innerhalb des Ostsee-Adria-Korridors mittelfristig realisiert wird. Dies gilt unter anderem für den Ausbau der Schienenverbindung zwischen Dresden und Berlin sowie zwischen Berlin und Rostock auf 200 km/h", erklärte der Minister für Verkehr, Bau und Landesentwicklung, Volker Schlotmann, nach der Konferenz.
 
Der heute von den Ländern Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen verabschiedete Aktionsplan beinhaltet konkrete Schritte, um zukünftige Projekte politisch und organisatorisch zu unterstützen. So soll die Zusammenarbeit der betroffenen Regionen im Rahmen von mehreren EU-Projekten intensiviert werden. Auch fordern die Länder die Aufnahme des Ostsee-Adria-Korridors in die langfristige europäische Verkehrsplanung der Transeuropäischen Netze.
 
Im Jahr 2007 hatten die für Infrastruktur und Raumentwicklung zuständigen Minister der ostdeutschen Länder in Magdeburg ein Raumentwicklungs- und Wachstumsbündnis im Ostsee-Adria-Korridor begründet. Ziel ist eine verbesserte Verkehrsinfrastruktur im Ostsee-Adria-Entwicklungskorridor und seinen Zulaufstrecken, um die Voraussetzungen für die Bewältigung der wachsenden Verkehrsströme zu schaffen, wirtschaftliche Entwicklungsimpulse auszulösen und eine europäische Vernetzung der Städte und Regionen entlang der Strecken zu fördern. Der Korridor führt von Rostock und Sassnitz an der Ostsee über Berlin, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt Richtung München bis nach Norditalien bzw. über Prag – Wien an die Adria.
 
Die Infrastrukturministerkonferenz Ost findet seit 2007 zweimal im Jahr statt. Ziel ist es, sich frühzeitig zu spezifisch ostdeutschen Interessen bei der Infrastrukturpolitik auszutauschen und gemeinsame Positionen zu entwickeln.


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