News-Archiv Mai 2009

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Internationale Konferenz zum pädagogischen und therapeutischen Potenzial des Theaterspiels in Rostock eröffnet

Region Rostock | 08.05.2009 - 09:54:55

Rostock/MVticker. Henry Tesch, Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern und Präsident der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland, eröffnete heute an der Hochschule für Musik und Theater Rostock die internationale Konferenz "Theater? Mit Mir?! - Drama in Education for Children and Adolescents at Risk", die bis zum 10. Mai stattfindet. Ziel der Konferenz ist es, das pädagogische und theatertherapeutische Potenzial des Theaterspiels in sonderpädagogischen Zusammenhängen und sozialen Feldern zu diskutieren.
 
Der Minister wies in seinem Eröffnungsgrußwort auf die Bedeutung der theaterpädagogischen Arbeit hin. "Das Theaterspiel stärkt das Selbstbewusstsein und ermöglicht Kindern und Jugendlichen, aus alltäglichen Grenzen auszubrechen. Vor diesem Hintergrund kann die Bedeutung der gestalterischen Arbeit mit Hilfe des Theaters gerade für diejenigen Kinder und Jugendlichen, die täglich die Erfahrung des Ausgegrenzt-Seins machen, gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Dass sich eine hochkarätig besetzte internationale Konferenz dieser Thematik und dieser Klientel annimmt, begrüße ich außerordentlich."
 
Die Konferenz zählt zu den internationalen Höhepunkten der theaterpädagogischen Arbeit. In den kommenden Tagen werden Experten aus 13 Ländern in Plenarvorträgen und an konkreten Projekten die Möglichkeiten theatertherapeutischer Arbeit zeigen.
 
Theaterprojekte auf der ganzen Welt zeugen von der Produktivität des Darstellenden Spiels - gerade in Bezug auf gesellschaftliche Gruppen, die mitunter vom  Ausschluss aus der modernen Gesellschaft betroffen sind.
 
Dabei betonte Minister Tesch vor allem die besondere Rolle des Theaters für den Bereich der Schule: "Nicht nur durch den Besuch von Theateraufführungen, sondern gerade auch durch das eigene Nachspielen und Gestalten von Szenen lassen sich Bedeutungsvielfalt und Reichtum von Literatur erst wirklich erschließen. Einen dramatischen Text durch das Spiel in seiner Wirkung zu erfahren,  hat eine ganz andere Wirkungsebene für die Schülerinnen und Schüler als das reine Lesen des Textes."


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