News-Archiv April 2009

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Norddeutsche Wirtschaftsminister kooperieren - Minister Seidel: Gemeinsame Probleme und Interessen

Mecklenburg-Vorpommern | 29.04.2009 - 10:09:56

Schwerin/MVticker. Die norddeutschen Länder wollen bei der Bewältigung der Wirtschaftskrise enger kooperieren. „Das reicht von der Abstimmung über die Lage verschiedener Branchen, die passgenaue Gestaltung von Weiterbildungsangeboten bei Kurzarbeit bis zur Stärkung der Bürgschaftsbanken“, sagte Wirtschaftsminister Jürgen Seidel am Mittwoch in Schwerin.
 
Seidel hatte sich am Dienstag im Land Fleesensee in Göhren-Lebbin (Müritzkreis) mit dem Kieler Wirtschaftsminister Dr. Jörn Biel, dem Hamburger Senator Axel Gedaschko und Vertretern aus Niedersachsen und Bremen getroffen. „Die Wirtschaft in Norddeutschland hat ähnliche Probleme und ähnliche Interessen“, sagte Seidel. Alle Vertreter lehnten ein drittes Konjunkturprogramm der Bundesregierung ab. 
 
„Was wir benötigen ist eine gezielte und schnelle Umsetzung der bereits beschlossenen Maßnahmen“, sagte Seidel. „Hier wurden die regionalen Konferenzen zur Beschäftigungssiche-rung als positives Beispiel gewertet. Auch die Beratungsangebote im Rahmen der Unternehmenshotline sind wichtig und werden nicht nur in Mecklenburg-Vorpommern gut angenommen. Einig waren wir auch darin, die Kurzarbeit mit einer stärkeren Verpflichtung zur Weiterbildung zu verbinden.“
 
Bei den Geschäftserwartungen der Unternehmen gibt es erste Signale einer weniger negativen Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung im späteren Jahresverlauf. Die Konjunkturpakete in Deutschland entfalten erste Wirkungen. Sie dürften im weiteren Jahresverlauf insbesondere den Bau und Handwerksbetriebe stützen. Hinzu kommt die anhaltende Entspannung bei den Preisen. 
 
Die Entwicklung im Verarbeitenden Gewerbe zu Jahresbeginn 2009 ist in Norddeutschland durch deutliche Rückgänge bei den Industrieumsätzen, aber auch durch eine weitgehend stabile Beschäftigungslage gekennzeichnet. Während die Umsätze in Mecklenburg-Vorpommern im Vergleich zum Vorjahr um -16,2 Prozent zurückgingen, waren es in Hamburg -18,0 Prozent  und in Schleswig-Holstein -18,1. (Deutschland -24,2, Bremen -24,4, Niedersachsen -26,7).
 
Das Baugeschehen wurde im Januar/Februar in Hamburg durch den strengen Winter offenbar nicht beeinträchtigt (+21,3 Prozent). In den übrigen norddeutschen Ländern gab es deutliche  Umsatzrückgänge (Niedersachsen -12,4, Deutschland -19,8, Schleswig-Holstein -23,2, Mecklenburg-Vorpommern -37,2, Bremen -40,1 Prozent).
 


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