News-Archiv April 2009

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Renate Holznagel: Rentenangleichung behutsam, aber zielorientiert voranbringe - neue Nachteile verhindern

Mecklenburg-Vorpommern | 20.04.2009 - 10:11:37

Schwerin/MVticker. Auf der heutigen Mitgliederversammlung des Seniorenverbandes Bund der Ruhestandsbeamten, Rentner und Hinterbliebenen in Demmin hat die Vizepräsidentin des Landtages und CDU-Landtagsabgeordnete Renate Holznagel gemahnt, den Anpassungsprozess bei den Renten behutsam, aber zielorientiert voran zu bringen, gleichzeitig aber neue Nachteile zu verhindern.
 
„Es ist zweifelsfrei eine unbefriedigende Situation, dass es bei den Renten immer noch Unterschiede zwischen Ost und West gibt. Wir alle wissen: Im direkten Vergleich hat ein Westrentner nach 45 Beitragsjahren rund 150 Euro monatlich mehr als sein Kollege aus dem Osten in der Tasche. Deshalb setzt sich die CDU-Landtagsfraktion Mecklenburg-Vorpommern gemeinsam mit der Großen Koalition sowohl in Schwerin als auch in Berlin für eine zügige Angleichung der Rentenwerte ein.
 
Dabei muss aber umsichtig vorgegangen werden, um nicht neue Ungerechtigkeiten zu schaffen. Würden nämlich die Rentenwerte ab dem nächsten Jahr gleichgestellt, hätte dies den Wegfall der Höherbewertung von 18 Prozent der Ostentgelte in der Rentenberechnung zur Folge. Das wiederum führt bei gleich bleibenden Einkommen zu niedrigeren Rentenansprüchen. Das aber wollen wir natürlich nicht!
 
Weil die Wirtschaftskraft bei uns zweifelsfrei noch immer geringer als im Westen ist, werden die Ostrenten zum Teil mit Beitragsgeldern aus den alten Ländern finanziert. Laut Einheitsbericht der Bundesregierung betrug dieser West-Ost-Transfer allein im Jahr 2008 rund 14 Milliarden Euro. Auch dies ist zu beachten, denn für die volle Anpassung der Rentenhöhe würden nach Expertenschätzung weitere 6 Milliarden Euro benötigt. Wir müssen also die gesamtwirtschaftliche Datenlage berücksichtigen und auch darauf achten, dass eine einseitige und schnelle Angleichungen der Rentenwerte am Ende für den Einzelnen nicht finanzielle Nachteile bedeuten würde.
 
Das Thema Rente muss mit der gebotenen Sorgfalt und Weitsicht und vor allem im Interesse der Menschen im Osten wie im Westen, also im Sinne der Menschen Gesamtdeutschlands, behandelt werden. Schnelle Lösungen gibt es dabei nicht“, so Renate Holznagel.


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