News-Archiv April 2009

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Sigrun Reese: Genmaisdebatte endlich fachlich führen, statt populistisch!

Mecklenburg-Vorpommern | 14.04.2009 - 14:13:49

Schwerin/MVticker. Sigrun Reese, agrarpolitische Sprecherin und stellv. Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion M-V, erklärt zum Verbot des Anbaues von GVO- Mais durch die Bundesagrarministerin:
 
„Die Entscheidung der Bundeslandwirtschaftsministerin zum Verbot des Anbaues von MON 810 ist für mich wenig nachvollziehbar. Der Anbau der Maissorte hat sich in der Vergangenheit auch in Mecklenburg-Vorpommern bewährt. Die seitens der FDP geforderte Fachlichkeit bei der Begutachtung wurde nun einem populistischen Agieren geopfert.
 
Die Landwirte unseres Landes haben jetzt zwar Gewissheit über die Zulässigkeit des Anbaues, werden aber mit den Auswirkungen dieser Entscheidung allein gelassen. Das Saatgut wird bereits im Herbst bestellt und nicht erst wenige Tage vor der Aussaat.
 
Der Agrarminister Backhaus muss nun dafür Sorge zu tragen, dass den Landwirten kein Schaden durch diese Entscheidung entsteht, die alles andere als ein gutes Vorbild für die eigentlich notwendige Verlässlichkeit in der Agrarpolitik ist.
 
Studien belegen, dass gentechnisch veränderter Mais eine bessere Umweltverträglichkeit aufweist als der Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel. Daneben gibt es Langzeitfütterungsversuche, die weder Schäden für Tiere noch Menschen nachweisen konnten.
 
Die getroffene Entscheidung ist vor diesem Hintergrund kaum nachvollziehbar. Sie ist außerdem ein herber Rückschlag für den Forschungsstandort Deutschland. Dadurch werden auch Arbeitsplätze in unserem Bundesland gefährdet.“


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