News-Archiv April 2009

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Groß Lüsewitz: Besetzung eines Versuchsfeldes durch Gentechnik-Gegner von der Polizei aufgelöst

Mecklenburg-Vorpommern | 03.04.2009 - 22:55:22

Bad Doberan/Rostock/MVticker. Im Verlaufe des 03. April 2009 löste die Polizeidirektion Rostock  nach eigenen Angaben in Sagerheide (Landkreis Bad Doberan) die Besetzung eines Versuchsfeldes einer Firma aus Groß Lüsewitz auf.
Kurz nach 04.00 Uhr hatten Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma der Polizei mitgeteilt, dass sich eine Gruppe von etwa 15 bis 20 Personen auf einem umfriedeten und in diesem Jahr noch nicht bestellten Versuchsfeld aufhält.
Diese Gruppe hatte mehrere Segmente einer Umzäunung entfernt und auf dem Feld einen etwa zehn Meter hohen Tripod aus Fichtenstämmen aufgestellt. Während sich vier Personen dieser Gruppe an Seilen befestigt in der Spitze des Holzgestells aufhielten, hatten sich vier weitere Personen an zwei mit Beton ausgegossenen Fässern angekettet. Mit Transparenten protestierten sie gegen Gentechnik-Versuche.
Der Betreiber des Versuchsfeldes erstattete unmittelbar nach dem Bekanntwerden der Besetzung eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch und stellte Strafantrag. Die Polizei Bad Doberan führte daraufhin einen Polizeieinsatz durch und forderte um 07.45 Uhr die Personen auf, das Grundstück zu verlassen. Dieser Aufforderung kamen die dort auf dem Feld nichtaktiven Personen widerstandslos nach. Lediglich acht Personen, vier auf dem Gerüst und vier an den Fässern, weigerten sich das Grundstück zu verlassen.  
In Abstimmung mit alarmierten Feuerwehren aus den Nachbarorten erwog die Polizei verschiedene Maßnahmen zur Räumung des Grundstücks. Nachdem in der Folge eine junge Frau durch die Polizei mit einer Hubbühne vom Tripod herunter gebracht werden konnte, entschlossen sich zwei Stunden später die anderen drei Personen das Holzgerüst freiwillig zu verlassen.
Das Trennen der vier Personen, die sich mit ihren Händen an Fässer gekettet hatten, verlief nicht unproblematisch, zumal für die Polizei die Gesundheit der Protestierenden zu jedem Zeitpunkt im Vordergrund stand. Gegen 17.00 Uhr gelang es, auch die letzte Person unverletzt vom Betonfass zu trennen und vom Feld zu transportieren.
Im Rahmen dieses Polizeieinsatzes, an dem mehr als 50 Polizeibeamte beteiligt waren, wurden insgesamt zwölf Personen zeitweilig in Gewahrsam genommen, hieß es im Polizeibericht. Die Ermittlungen wegen Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung bearbeitet die Kriminalpolizeiinspektion Rostock. Die Ermittlungen dauern an.


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Es wäre schön gewesen, wenn für die Polizei die Gesundheit der Potestierenden wenigstens zeitweise im Vordergrund gestanden hätte. Die Räumung wurde duch einfache Beamte, die nicht dafür ausgebildet waren, durchgeführt.
Eine der Angeketteten wurde durch unkoordinierte Versuche, sie zu lösen, so an der Hand verletzt, dass iese heftig blutete. Auch die Räumung vom Dreibein-Turm war nicht ungefährlich.Die Sicherungsprusik einer Aktivistin wurde einfach durchgeschnitten und sie wurde ungesichert heruntergebracht. Wärendessen zerrrten zwei Polizisten in mehreren Metern Höhe an dieser Person herum.
Zeitweise überlegte die Polizei das Holzgerüst einfach über den am Boden angeketteten einzureißen.

05.04.2009 - 10:02:21


 
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