News-Archiv November 2008
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BalticFuture und Maritime Konferenz in Rostock: Maritime Industrie vor Herausforderungen
Region Rostock | 18.11.2008 - 13:10:52
Rostock/MVticker. Die maritime Industrie in Mecklenburg-Vorpommern steht vor großen Herausforderungen. „Die maritime Industrie ist ein wichtiger Eckpfeiler für Stabilität und die Weiterentwicklung der Wirtschaft im Land“, sagte Wirtschaftsminister Jürgen Seidel am Dienstag zum Beginn der „BalticFuture“ in Rostock. Mit der dreitägigen Fachmesse wollen die Veranstalter eine Leistungsschau für die Schiffbau-Zulieferindustrie und Logistik im Ostseeraum etablieren.
Allein die maritime Industrie in Mecklenburg-Vorpommern (Schiff- und Bootsbau, Zulieferer sowie Meeres- und Offshore-Technik) mit ihren 360 Unternehmen beschäftigt rund 14.100 Arbeitnehmer. Die maritime Wirtschaft mit Logistik, Dienstleistern und tourismusnahen Anbietern bietet nach Schätzungen insgesamt rund 31.000 Arbeitsplätze in Mecklenburg-Vorpommern.
„Schiffbau von morgen bedeutet: Mehr Spezialisierung, mehr High-tech, mehr Innovation“, sagte Seidel. „Weltweit gibt es derzeit Überkapazitäten im Handelsschiffbau. Auch die aktuelle Finanzkrise verschlechtert gegenwärtig die Finanzie-rungskonditionen für die Werften. Darauf muss sich die Branche vorbereiten.“ Im Rahmen der Initiative „LeaderSHIP-Deutschland“ werden auf Bundesebene gegenwärtig unterstützende Maßnahmen für die Maritime Industrie geprüft.
„Gleichzeitig prüfen wir auf Landesebene Unterstützungsmaßnahmen bei Investitionsfinanzierungen und die Verbesserung der Konditionen der Bürgschaftsbank sowie der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaft MV für die Begleitung mittelständischer Vorhaben geprüft“, sagte Seidel. „Für eine Aufrechterhaltung der Investitionstätigkeit im Land ist es daher wichtig, den Unternehmen den Zugang zu Krediten zu sichern.“
Im Rahmen der BalticFuture 2008 präsentieren sich etwa 62 Unternehmen und Institutionen, darunter auch Aussteller aus Großbritannien, Dänemark und den Niederlanden auf 3.250 m² Hallenfläche. Zur Angebotspalette zählen Schiffs- und Bootseinrichtungen, Technikeinrichtungen, Schiffs- und Bootsaufbauten, Maschinen, Elektronik, Logistik, Offshore-Windenergie, Beratungsfirmen und Wissenschaftseinrichtungen. Die BalticFuture soll zukünftig in einem zweijährigen Turnus stattfinden und richtet sich an Entscheider, Vertriebsleiter und Einkäufer von Werften und Reedereien sowie von Marine- und Offshorebetrieben. Weitere Zielgruppen sind Schiffseigner und Bootsbauer, aber auch wissenschaftliche und beratende Fachleute.
Am Mittwoch findet messebegleitend die 3. Zukunftskonferenz der Maritimen Wirtschaft Mecklenburg-Vorpommerns statt. Drei Workshops und eine Podiumsdiskussion bieten den Teilnehmern die Möglichkeit zum Informationsaustausch zur Zukunft der Maritimen Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern.
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