News-Archiv November 2008

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„Global Entrepreneurship Week“ startet - Wirtschaftsminister Seidel: Für unternehmerisches Denken werben

Mecklenburg-Vorpommern | 12.11.2008 - 13:29:29

Hamburg/MVticker: Am 17. November startet erstmalig in Deutschland die „Global Entrepreneurship Week“. „Unternehmerisches Denken und Handeln ist die Fähigkeit, Ideen in die Tat umzusetzen“, sagte der Wirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, Jürgen Seidel, am Mittwoch auf der bundesweiten Auftaktveranstaltung in Hamburg. „Diese Fähigkeit entwickeln zu helfen, ist eine gemeinsame Aufgabe von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik.“
 
Die Woche soll Innovationen aus Wirtschaft und Wissenschaft als Triebkraft des Fortschritts in der Welt sowie unternehmerisches Denken und die soziale und ethische Verantwortung des Unternehmers weltweit ins Bewusstsein zu rücken. Die Hochschule Wismar hat dabei in Deutschland eine Initiatorenrolle übernommen.
 
„Aufgabe der Wirtschaftspolitik ist es, die Grundlagen für Technologie und Innovation in der Wirtschaft zu verbessern“, sagte Seidel. „Das funktioniert nur gemeinsam mit den Hochschulen des Landes und nur dann, wenn sich Forschung und Entwicklung nicht losgelöst von der Wirtschaft entwickeln.“ Ein wichtiges Ziel ist deshalb, Ausgründungen aus Hochschulen voran zu bringen.
 
Unternehmen in High-Tech-Branchen schaffen nach einer Umfrage der Technologie-Beteiligungsgesellschaft (tbg) auf Anhieb etwa viermal so viele Arbeitsplätze wie herkömmliche Gründer.  „Es ist mein Ziel mehr junge, kluge Leute im Land zu halten, ihnen Perspektiven zu zeigen, ihnen Gründe zu liefern, weshalb es sich lohnt, in MV zu leben und zu arbeiten“, sagte Seidel. „Die Verknüpfung von Wirtschaft und Wissenschaft, von Unternehmertum und Hochschule, bringt uns dabei voran.“
 
Die ‚Week’ hat ihren Ursprung in einer Initiative der Erwin Marion Kauffman Foundation, Kansas, USA, in der Mitte der 1960er Jahre. Unter dem Motto „What’s your BIG Idea, Take it on!“ wurde unter jungen Leuten vor allem an den Hochschulen eine breit angelegte Kampagne zur Förderung des Gründergeistes gestartet. Seither haben sich 62 Länder der Initiative angeschlossen.
 
„Vor dem Hintergrund der weltweiten Finanzkrise kann damit ein positives Signal für die Wirtschaft gesetzt werden“, sagte Seidel. „Die ‚Week’ ist auch eine Chance, die Schwäche der Wirtschaft als Herausforderung für die Entwicklung tragfähiger innovativer Gründungsideen zu begreifen. „Wir brauchen Unternehmergeist und unternehmerischen Weitblick im Land.“
 
Das Wirtschaftsministerium unterstützt die Hochschule Wismar bei der Ausrichtung der ‚Week’ aus dem Programm „Förderung des Unternehmergeistes“ mit 80.000 Euro. Im Rahmen des Mentoring-Programms findet außerdem am 18.11.2008 in Schwerin ein Zukunftsworkshop für neue Ideen zu etablierten Geschäftsfeldern statt.
 
„Perspektivisch ist es wichtig, die Gründerlehre voranzubringen“, sagte Seidel. Mit den Hochschulen und der Wirtschaft wurde die Verbundforschung zwischen Wissenschaft und Wirtschaft neu ausgerichtet. Das Wirtschaftsministerium wird bis 2013 insgesamt 160 Millionen Euro für die wirtschaftsnahe Technologie- und Forschungsförderung bereit stellen. Für Gründer  technologischer Unternehmen werden seit Februar 2008  Stipendien für maximal 18 Monate in Höhe von 1.000 Euro monatlich als Hilfe zum Lebensunterhalt angeboten. 


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