News-Archiv November 2008

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Ministerin Kuder besucht als Schirmherrin der CARIsatt-Läden das EDEKA-Fleischwerk in Valluhn

Mecklenburg-Vorpommern | 06.11.2008 - 14:06:14

Zarrentin/MVticker. Justizministerin Uta-Maria Kuder (CDU) hat heute das EDEKA-Fleischwerk in Valluhn bei Zarrentin besucht. Die Ministerin nutzte den Besuch, um vor Ort für das unter ihrer Schirmherrschaft stehende Projekt der CARIsatt-Läden der Caritas Mecklenburg zu werben. „Die herausragende Bedeutung des EDEKA-Fleischwerks für die Arbeitsplätze und die gesamte Ernährungswirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern ist bereits hinreichend bekannt. Eine besondere Würdigung verdient jedoch auch das soziale Engagement der Geschäftsleitung. Ich freue mich sehr über die gezeigte Bereitschaft, die CARIsatt-Läden künftig zu unterstützen,“ sagte Kuder heute in Valluhn.
 
Die Caritas Mecklenburg engagiert sich bereits seit 10 Jahren im Projekt CARIsatt für Personen, deren Einkommen im Bereich des Existenzminimums liegen. CARIsatt-Läden gibt es in Rostock, Schwerin, Güstrow und Neubrandenburg. CARIsatt soll das Haushaltsbudget von Personen und Familien insbesondere mit Kindern durch den Einkauf sehr günstiger Waren des täglichen Bedarfs (unter dem Discounterpreis der Supermärkte) begünstigen. Anders als die „Tafeln“, verteilt CARIsatt keine Waren kostenlos. „Wer bei CARIsatt einkauft, ist Kunde und nicht Bittsteller. Es geht nicht um Verteilung von Almosen, sondern um „Hilfe zur Selbsthilfe“. Mir ist es wichtig, Familien in prekären Lebenslagen Wege aufzuzeigen, ihr Leben wieder selbstbestimmt und eigenverantwortlich in die Hand nehmen zu können. Hierzu brauchen wir weitere Unternehmen, die Produkte spenden und so CARIsatt unterstützen,“ so Kuder.
 
Im CARIsatt kann nicht jeder einkaufen. Man benötigt eine Berechtigungskarte. Diese wird von Sozialberatungsstellen, dem Sozialamt bzw. den ARGEN oder im CARIsatt-Projekt ausgestellt, wenn Bedürftigkeit besteht. Dabei wird nicht nur die Einkommenssituation geprüft, sondern auch ermittelt, welche Beschäftigungs-, Unterstützungs- und Förderangebote für den jeweiligen Betroffenen möglich sind. Durch die Einbindung von CARIsatt in das Kompetenznetz der Caritas besteht schneller Kontakt zu Fachberatungsdiensten (z.B. Schuldnerberatungsstellen) und Beschäftigungsprojekten. In den Läden selbst werden Informationen zum Umgang mit Lebensmitteln und zur Zubereitung zur gesunden Ernährung gegeben. Kochkurse werden veranstaltet. Durch gezielte Beratungs- und Hilfeangebote sollen die Betroffenen möglichst wieder in den 1. Arbeitsmarkt integriert werden. Eine direktere und konkretere Hilfe für benachteiligte Menschen gibt es kaum. Das Projekt CARIsatt sucht weitere Partner (z. B. Discounter, Nahrungsmittelfirmen), die Lebensmittel und Waren des täglichen Bedarfs spenden oder zu sehr günstigen Konditionen zur Verfügung stellen.


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