News-Archiv November 2008
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Gesundheitsförderung und Prävention stehen im Mittelpunkt der 6. Frauengesundheitskonferenz
Mecklenburg-Vorpommern | 05.11.2008 - 10:20:49
Schwerin/MVticker. Die 6. Frauengesundheitskonferenz beschäftigt sich mit Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten von Frauen und Mädchen. Im Mittelpunkt der Tagung steht der Landesaktionsplan zur Gesundheitsförderung und Prävention, der von Sozialministerin Manuela Schwesig vorgestellt wurde.
Auf dem Weg zum Gesundheitsland hat sich Mecklenburg-Vorpommern ehrgeizige Ziele gesteckt. So soll auch die Gesundheit der eigenen Bevölkerung verbessert werden. "Obwohl die Lebenserwartung von Frauen in Mecklenburg-Vorpommern seit 1990 um sechs Jahre gestiegen ist und sich dadurch dem Durchschnittwert in Deutschland angeglichen hat, haben wir keinen Grund, uns zufrieden zurückzulehnen. So wissen wir, dass das Rauch- oder Trinkverhalten von Mädchen und Jungen sich in den letzten Jahrzehnten immer mehr auf ein inzwischen nahezu gleiches Niveau angenähert hat. Es ist aber auch erwiesen, dass bei Frauen Tabak und Alkohol schon in viel geringeren Mengen als bei Männern schädlich wirken. Besorgniserregend finde ich, dass nach Angaben der Stiftung Kindergesundheit jede fünfte Frau in der Schwangerschaft raucht. Die vielgelobte "Multitasking"-Fähigkeit von Frauen führt nicht selten zu permanenter Überforderung. Darunter leidet die Gesundheit, psychische Störungen können entstehen, aber auch körperliche Probleme, wie z. B. die Zunahme von Schlaganfällen bei Frauen", führte Sozialministerin
Schwesig aus.
Wer nachhaltig etwas für die Gesundheitsförderung tun möchte, der muss gesunde Verhältnisse schaffen, im Kleinen wie im Großen – in der Familie und Partnerschaft, in Kindertagesstätten und Schulen, in Wohngebieten oder Betrieben.
Die unterschiedlichen Lebenslagen, Lebensstile und Gesundheitsprobleme von Frauen und Männern erfordern dabei ein geschlechtsspezifisches Vorgehen. In der Praxis wird dieser Gesichtspunkt noch häufig vernachlässigt. "Eine der wichtigsten Handlungsleitlinien im Landesaktionsplan ist deshalb, bei allen Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und Prävention die Geschlechterperspektive ausreichend zu beachten", so Sozialministerin Schwesig.
Expertinnen und Experten wollen bei der Frauengesundheitskonferenz Wege aufzeigen, wie schon in Kindertagesstätten und Schulen geschlechtersensibel ein gesundes Aufwachsen der Kinder gefördert werden kann. Werden beispielsweise durch die Sportangebote Mädchen so erreicht, dass sie Freude an der Bewegung entwickeln?
Auch im Wohnumfeld, in Orten und Stadtteilen und in der Arbeitswelt sollen spezielle Präventionsangebote für Frauen und Mädchen angeboten werden.
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