News-Archiv November 2008
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Region Rostock | 03.11.2008 - 13:22:28
Rostock/Warnemünde/MVticker. Die Höhepunkte im Programm der 72. WARNEMÜNDER WOCHE machen es deutlich – Warnemünde will sich auch als Hochburg der Surfer etablieren. Mit der Ausrichtung der Weltmeisterschaft für Raceboards, den Internationalen Deutschen Meisterschaften der olympischen RS:X Neil Pryde und Raceboards werden im kommenden Jahr gleich Nägel mit Köpfen gemacht. Ein weiterer Schwerpunkt bei der internationalen Segelsportveranstaltung werden die seegehenden Yachten sein: Die IRC Yachten starten im Rahmen der "German Open IRC" zur Langstreckenregatta Rund Bornholm mit eigener Wertung, absolvieren eine Mittelstrecke und zwei Kurzstrecken, bevor sie zum Finale nach Flensburg gehen. Der Laser Europa Cup sowie die Internationale Deutsche Meisterschaft der Kielzugvögel runden das hochklassige Programm ab.
Für Bernd-Leopold Käther, durch den Warnemünder Segel-Club neu berufener Chairman des Regattaausschusses der Warnemünder Woche, war die Lage klar: "Die wollen wir haben", bringt er es auf den Punkt. "Die IRC Yachten sind bei uns herzlich willkommen. Ein besseres und anspruchsvolleres Revier gibt es in Deutschland kaum", sagt der Vorsitzende des Joersfelder Segel-Clubs, der sich maßgeblich in die Organisation der internationalen Segelwoche einbringt, nicht ohne Stolz. Gemeinsam mit seinem neunköpfigen Gremium hat er die Ausrichtung der German Open für die IRC Yachten zur Chefsache erklärt. "Die Ausrichter der Warnemünder Woche haben Erfahrung in der Organisation von Seeregatten und wissen, welch hohe Anforderungen die Segler an die Wettfahrtleitung stellen", betont er. Zwei Kurzstreckenwettfahrten, eine Mittelstrecke und eine Langstrecke absolvieren die Teilnehmer mit ihren Yachten. Dabei ist Warnemünde nur eine Station der Regattaserie. Zur Herbstwoche in Flensburg findet das Finale statt.
Und eine zweite Parole hat Käther, genannt Poldi, für die kommenden Jahre ausgerufen: "Unsere Absicht ist, Warnemünde nicht nur als bestes Segel-, sondern auch als bestes Surfrevier Deutschlands zu präsentieren und Warnemünde zu einer Hochburg des Surfsports auszubauen. Dazu werden wir einen großen Stützpunkt am Strand aufbauen", kündigt der 52-Jährige im Namen des Regattaausschusses an und lässt Taten folgen: Im Rahmen der 72. Warnemünder Woche finden sowohl die Weltmeisterschaften der Raceboards als auch die Internationalen Deutschen Meisterschaften in den Surfklassen RS:X und Raceboard vor Warnemünde statt. Allein zur Weltmeisterschaft werden rund 120 Segelsurfer erwartet.
Weitere Höhepunkte im WW-Programm von 2009 sind der traditionell in Warnemünde stattfindende Laser Europa Cup mit über 250 Teilnehmern aus 25 Nationen sowie die Internationale Deutsche Meisterschaft der Kielzugvögel. Insgesamt werden zur 72. Auflage der Veranstaltung, die vom 4. bis 12. Juli 2009 stattfindet, wieder knapp 2500 Segler aus rund 30 Nationen in mehr als 20 Bootsklassen erwartet.
Abschied und Aufbruch
Vorausgegangen war den Planungen für das kommende Jahr die Verabschiedung des langjährigen Regattaleiters, Uwe Jahnke. Nach 18 Jahren unermüdlichen Einsatz räumte er endgültig den Stuhl. "Wir bedanken uns sehr herzlich bei Uwe Jahnke. Er hat sich mit großem persönlichem Engagement über viele Jahre für die Veranstaltung eingesetzt. Ohne ihn gäbe es die WARNEMÜNDER WOCHE in der heutigen Form nicht", fasst der Vorsitzende des Warnemünder Segel-Clubs, Jan Hoffmann, zusammen. Gleichzeit betont der 45-Jährige: "Ein Personalwechsel bedeutet aber immer auch ein Neubeginn und birgt Risiken, aber auch Chancen." So blicke man an der Warnow zwar optimistisch in die Zukunft, habe aber auch Lehren aus der vergangenen Veranstaltung gezogen: "Um dem hohen Qualitätsanspruch an eine solche internationale Veranstaltung gerecht zu werden, müssen wir eine höhere Organisationsstufe erreichen", weiß auch Hoffmann und stimmt damit dem neuen Chairman Bernd-Leopold Käther zu. Für diesen und seine Mitstreiter stehen u.a. eine Optimierung der Auswertung und Präsentation der Ergebnisse im Internet an. "Da hatten wir einige Baustellen in diesem Jahr", räumt Poldi ein. "Außerdem müssen wir den Service an Land für die Segler ausbauen, z.B. beim Kranen der Kielboote, im Race Office oder beim Landprogramm." analysiert er. Um die Qualität auf dem Wasser weiter zu vergrößern, werden u.a. die Klassen passender auf die Bahnen verteilt, verspricht der ambitionierte Segler, der die Attraktivität der Veranstaltung weiter steigern will, ohne dabei den besonderen Charme von Warnemünde aus den Augen zu verlieren.
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