News-Archiv Oktober 2008

Anzeige:

Wachstumsimpulse statt Bremsen - Forderung des Handwerks in Mecklenburg-Vorpommern zum landesweiten Obermeistertag 2008: „Mehr Netto vom Brutto“

Mecklenburg-Vorpommern | 08.10.2008 - 08:42:19

Schwerin/MVticker. Angesichts steigender Energiepreise befürchtet das Handwerk in Mecklenburg-Vorpommern eine weitere deutliche Schwächung des ohnehin lahmenden Binnenmarktes. Durch die noch nicht absehbaren Folgen der aktuellen Krise der Finanzmärkte könnte sich die angespannte Situation noch erheblich verschärfen. 
 
Selbst mit den Kosten für Betriebsstätten, für Produktion und Logistik immer stärker belastet, gerät das Handwerk in einen Zangengriff: Parallel zu den steigenden Ausgaben für Energie sinkt die Kaufkraft und die Investitionsbereitschaft der Kunden, da Lohn- und Gehaltssteigerungen kaum bei den Arbeitnehmern ankommen. 
 
Die für den Klimaschutz auf den Weg gebrachten Förderprogramme, z.B. für die energetische Gebäudesanierung sind gut und richtig, greifen aber ins Leere, wenn Hauseigentümern und Verbrauchern sowie der Wirtschaft die Mittel für entsprechende Investitionen fehlen.  
 
Viele Handwerksbetriebe haben schon in Eigeninitiative und ohne staatliche Unterstützung Maßnahmen zur Energieeinsparung vorgenommen. Laut einer aktuellen Umfrage sind es aber vor allem fehlendes Eigenkapital oder andere vorrangige Investitionen, die den notwendigen Ausbau solcher Maßnahmen verhindern.  
 
Die Förderung der energetischen Gebäudesanierung wird von der Bevölkerung gut angenommen und die Mittel wurden noch einmal aufgestockt. Aber: Ganze 185 Jahre würde es dauern, bis alle Gebäude saniert sind, wenn wir im heutigen Tempo weitermachen. 
 
Das Problem muss von zwei Seiten angegangen werden: Der Staat muss durch den Ausbau der Anreizsysteme die Motivation für energetische Maßnahmen erheblich steigern und durch eine deutliche Absenkung der Steuern- und Abgabenlast dazu beitragen, dass die Menschen und die Wirtschaft Spielraum für Investitionen in energetische Maßnahmen bekommen. 
 
Das Handwerk in Mecklenburg-Vorpommern fordert daher über die Arbeitsgemeinschaft der Handwerkskammern MV, den Wirtschaftsverband Handwerk MV und die Arbeitsgemeinschaft der Kreishandwerkerschaften MV: 
• Steuerliche Anreize, z.B. in Form einer Energiesparprämie zur deutlichen Beschleunigung der Gebäudesanierung bzw. Verbesserung des Steuerbonus für Handwerksleistungen  
• Schaffung von mehr Transparenz und Wettbewerb bei den Energieversorgern 
• Mehr Netto vom Brutto: Abbau der kalten Steuerprogression 
• Abkehr von dem zum 1.1.2009 geplanten Gesundheitsfonds, der die Beiträge für Versicherte und Arbeitgeber auf 15,5 % ansteigen lässt. Stattdessen: Stärkung des Wettbewerbs im Gesundheitssystem 
• Absenkung des Beitrags zur Arbeitslosenversicherung dauerhaft unter 3 Prozent und nicht als kurzzeitige Kompensationsmaßnahme zu steigenden Krankenkassenbeiträgen, die aus konjunkturellen Gründen jederzeit wieder revidiert werden kann 
 
 


Anzeige:


 

Seiten (1): 1

Name Text
Es wurden noch keine Kommentare abgegeben!

 
Kommentar schreiben
Name: *
Titel:
Text: *
Ihr Kommentar wird von
unserem Serviceteam freigeschaltet.

Visuelle Bestätigung: =>