News-Archiv Oktober 2008

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Erntebericht 2008: Trockener Frühsommer, früher Erntestart, gute Erträge und Erzeugerpreise, aber hohe Faktorkosten

Mecklenburg-Vorpommern | 01.10.2008 - 10:36:15

Schwerin/MVticker. Der Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Dr. Till Backhaus legt heute in Schwerin – wenige Tage vor dem Landeserntedankfest am kommenden Sonntag im Lewitzdorf Banzkow bei Schwerin – den aktuellen Erntebericht vor. Demnach war das Produktionsjahr 2008 durch zunächst schwierige Witterungsphasen, einen erneut sehr frühzeitigen Erntebeginn, eine überwiegend gute Getreideernte und akzeptable Erzeugerpreise gekennzeichnet.
 
"Bei den Mähdruschfrüchten wurde mit 4,2 Mio. Tonnen Getreide eine überdurchschnittliche Ernte eingebracht, das sind immerhin zehn Prozent mehr als der Durchschnitt der letzten fünf Jahre und liegt 27 Prozent über dem Vorjahresergebnis", zeigt sich Minister Backhaus erfreut. Entsprechend seien auch die Kulturart-spezifischen Ergebnisse im Landesmittel positiv ausgefallen wie bei Winterweizen mit 80,3 oder Wintergerste mit 72,1 Dezitonnen je Hektar.
 
Regional zeige sich dagegen eine deutliche Differenzierung mit standort- und witterungsbedingt sehr unterschiedlichen Ertragsleistungen. "Von der Frühsommertrockenheit war vor allem das Sommergetreide betroffen, hier sind die niedrigsten Erträge seit 14 Jahren zu verzeichnen", räumt der Minister ein. Daneben hätten hohe Niederschlagsmengen bereits im Herbst 2007 sowie im Frühjahr 2008 und eine stark wechselnde Wetterlage im August 2008 mit häufigen Schauern und Gewittern das Wachstum beziehungsweise die Ernte beeinträchtigt. Deutlich geringer als im Vorjahr sei dagegen die phytosanitäre Belastung ausgefallen.
 
"Bei Kulturen wie Wintergerste und Raps kam die Niederschlagsverteilung den Erntearbeiten sogar entgegen, die somit unter optimalen Bedingungen geborgen werden konnten", so Dr. Backhaus heute. Weil aber die Ernteerträge insbesondere bei Getreide weltweit überdurchschnittlich ausgefallen seien, hätten sich die Preise gegenüber 2007 klar abgeschwächt. "Nur bei Qualitätsweizen und Raps wurden nochmals höhere Preise erzielt", verweist der Minister auch hier auf eine starke Differenzierung der Marktlage.
 
"Da wir nun auch bei den Hackfrüchten eine durchschnittlich gute bis sehr gute Ernte erwarten – bei Kartoffeln dürften die Erträge bei 370 Dezitonnen je Hektar liegen, bei Zuckerrüben bei rund 630 Doppelzentnern – kann man für Mecklenburg-Vorpommern summa summarum von einer guten, leicht überdurchschnittlichen Ernte 2008 sprechen", bringt der Minister zum bevorstehenden Landeserntedankfest eine positive Botschaft mit.
 
Selbst bei der zwischenzeitlich als kritisch eingestuften Futterproduktion habe sich im Jahresverlauf schließlich leichte Entspannung abgezeichnet. "Aufgrund der Trockenheitsperiode im Mai und Juni war der zweite Schnitt insbesondere in den westlichen und südlichen Teilen völlig ausgefallen", erinnert Dr. Backhaus. "Im Laufe des Jahres entspannte sich die Situation jedoch, so dass ausreichend Winterfutter eingebracht werden konnte." Zwar wären die Witterungsbedingungen für Silomais nicht so optimal wie im vergangenen Jahr gewesen, aber auf den mittleren und guten Böden seien die Erträge durchaus zufriedenstellend.
 
Als kritisch schätzt der Minister aber trotz guter bis sehr guter Erträge die Erlössituation in der pflanzlichen Produktion ein. "Die Produktionskosten bei Energie und Düngemitteln sind dramatisch angestiegen, sie können über die im Vergleich der letzten Jahre erzielten Mehrerlöse nur bedingt gedeckt werden", konstatiert Minister Dr. Backhaus. Vor allem bei Kali- und Phosphordüngemitteln hätten sich die Preise gegenüber dem Vorjahr bis auf das Dreifache erhöht.
 
Den vollständigen Erntebericht finden Sie ab sofort unter www.mv-regierung.de/lu in der Rubrik "Im Blickpunkt".


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