News-Archiv September 2008
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Martina Bunge: Umdenken statt blinden Aktionismus bei der Krankenhausfinanzierung
Mecklenburg-Vorpommern | 25.09.2008 - 18:05:38
Wismar/Schwerin/MVticker. „Wir müssen endlich dahin kommen, das Gesundheitssystem nicht allein als Kostenfaktor zu betrachten, sondern den Wert einer guten Versorgung auch durch eine ausreichende, langfristige Finanzierung würdigen“ teilt Martina Bunge, Mitglied der Fraktion DIE LINKE und Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Zuge der Krankenhausdemonstration „Der Deckel muss weg“ mit. „Der Aktionismus der Bundesregierung X-Millionen als zu kleines Notpflaster auf die dringendsten Wunden zu kleben, wird einer verantwortlichen Gesundheitspolitik nicht gerecht“
„Die Deckelung der Krankenhausfinanzierung und die mangelnde Bereitschaft der Länder notwendige Investitionen in die Krankenhäuser zu tätigen, hat trotz starker Personaleinsparungen, mageren Tariferhöhungen und unsozialem Outsourcing von Personal zu einer Unterfinanzierung der Krankenhäuser geführt. Dies hat bereits jetzt die Versorgung der Patientinnen und Patienten verschlechtert und die Arbeit der Angestellten in den Krankenhäusern unzumutbar verdichtet. Dies darf nicht fortgeschrieben werden.
Wir brauchen deshalb endlich eine Gesundheitspolitik, die die Anforderungen des Gesundheitssystems durch eine alternde Gesellschaft und den tatsächlichen medizinischen Fortschritt in den Blick nimmt. Zur Finanzierung der Aufgaben muss die Einnahmenseite gestärkt werden. Es darf nicht sein, dass überall gespart werden soll, weil nur ein Teil der Bevölkerung angemessen an den Kosten des Gesundheitssystems beteiligt ist. Daher brauchen wir endlich die solidarischen Bürgerinnen und Bürgerversicherung.“
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