News-Archiv September 2008
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Chef der Staatskanzlei fordert raschen Ausbau der Breitbandversorgung
Mecklenburg-Vorpommern | 18.09.2008 - 10:37:02
Schwerin/MVticker. Der Chef der Staatskanzlei, Staatssekretär Reinhard Meyer, hat in Schwerin den raschen Ausbau der digitalen Breitbandtechnologie im Land gefordert: "Ein Flächenland wie Mecklenburg-Vorpommern braucht schnelle, leistungsfähige Informationswege. Dies wird immer wichtiger, um mit dem Tempo in Wirtschaft, Bildung und Forschung Schritt halten zu können", erklärte er auf dem "Kabelforum" der Landesrundfunkzentrale (LRZ) in Schwerin.
Die Breitbandtechnologie und leistungsfähige Datenverbindungen seien wichtig für die Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland und neue Arbeitsplätze im Land. Besonders das Kabel sei geeignet, sowohl einen digitalen Fernsehempfang als auch einen schnellen Internetzugang zu bieten.
"Der Zugang zu schnellen, breitbandigen Internet-Anschlüssen ist heute ein Wirtschaftsfaktor und Standortvorteil, z.B. für Unternehmensansiedlungen im ländlichen Raum. Er ist wichtig für e-Government: Wir wollen, dass die Bürger ihre Behördengänge möglichst bald online erledigen können – auch vor dem Hintergrund steigender Spritpreise. Auch das Gesundheitsland Mecklenburg-Vorpommern und der Fortschritt der Telemedizin profitiert vom Breitband. Denn wir setzen auf Innovationen in der Gesundheitsversorgung", führte der Chef der Staatskanzlei weiter aus.
Er verwies auf das im Land erstmalig eingeführte Modell der telemedizinisch ausgestatteten Gemeindeschwester AGnES, das bundesweit für Interesse sorgt und kürzlich vom Bundestag als Modellprojekt für ganz Deutschland beschlossen wurde.
Der Zugang zur Internetversorgung gehöre heute fast genauso zur Daseinsvorsorge wie der Anschluss an die Wasserversorgung. Doch für viele Menschen in den ländlichen Gegenden Mecklenburg-Vorpommerns sei das Motto "Schnell ins Netz, schnell im Netz" immer noch Wunschdenken. Meyer: "Dabei hat Mecklenburg-Vorpommern als Flächenland natürlich ein besonderes Interesse daran, Bürgern und Unternehmern breitbandige Internet-Zugänge in allen Landesteilen unabhängig von Stadt oder Land zur Verfügung zu stellen. Schnelles Internet gehört heute für viele mit zur Lebensqualität. Breitbandversorgung im ländlichen Raum ist daher eine wichtige Infrastrukturaufgabe, bei der auch die öffentliche Hand helfen muss."
Der Bund stelle hierfür bis 2010 jährlich zehn Millionen Euro zweckgebunden im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes" bereit. Die Landesregierung leiste die Kofinanzierung. Meyer: "Wir fördern damit kommunale Gebietskörperschaften, die sich aktiv um die Breitbandversorgung kümmern. Ausdrückliches Ziel der Förderung ist es, Ungleichheiten zwischen Ballungsräumen und ländlichen Regionen auf diesem Gebiet zu beseitigen."
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