News-Archiv September 2008

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Kultusminister Henry Tesch empfiehlt der Stiftung Mecklenburg die landesweite Ausrichtung in Mecklenburg-Vorpommern

Mecklenburg-Vorpommern | 16.09.2008 - 13:44:38

Schwerin/MVticker. Bis 2010 soll die Stiftung Mecklenburg mit Sitz in Ratzeburg (Schleswig-Holstein) nach Mecklenburg-Vorpommern umziehen. Nach dem Beschluss des Stiftungsrates der Stiftung Mecklenburg im Mai 2007 hat der Kultusminister Henry Tesch strukturelle Voraussetzungen geschaffen, um diesen Prozess zu unterstützen.
 
Die Landeshauptstadt Schwerin, der Landkreis Nordwestmecklenburg mit Schloss Bothmer in Klütz und die Stadt Neustrelitz hatten der Stiftung zuletzt vorgeschlagen, sich hier niederzulassen.
 
In den vergangenen Monaten sind die Angebote und Möglichkeiten, die diese Orte für die Stiftung bieten, durch das Ministerium umfassend geprüft und im Kontext der im Land bestehenden kulturellen Angebote diskutiert worden.
 
Minister Tesch hat sich nun dafür ausgesprochen, dass die Vertreter des Landes Mecklenburg-Vorpommern im Stiftungsrat der Stiftung Mecklenburg für ein Konzept eintreten sollen, nach dem die Landeshauptstadt Schwerin Sitz der Geschäftsstelle der Stiftung wird. Gleichermaßen soll in Neustrelitz, im dort geplanten KulturHistorischen Zentrum, der Sitz der Bibliothek der Stiftung entstehen. Darüber hinaus sollen die Möbel aus dem ehemaligen Neustrelitzer Schloss sowie Stücke aus der Gemäldesammlung als langfristige Leihgabe der Stiftung wieder nach Neustrelitz kommen.
 
Ein weiterer Teil der Stiftungsarbeit ist weiterhin im "Haus Mecklenburg" in Ratzeburg (Schleswig-Holstein) geplant. So soll die Verbindung zu den "Exil"-Mecklenburgern, die die Stiftung in den vergangenen Jahrzehnten begleitet haben, gehalten werden und ein lebendiger Ort der länderübergreifenden Zusammenarbeit entstehen. Dabei werden auch Verbände und Kulturvereine aus Mecklenburg-Vorpommern Akzente setzen.
 
Diese Aufstellung sowie ein zukünftig viel stärkeres Hervortreten mit Bildungsangeboten wird als der geeignete Weg, dem Anliegen der Initiatoren der Stiftung Mecklenburg zur Erhaltung Mecklenburger kultureller Traditionen als Teil des deutschen Kulturerbes beitragen zu wollen, gesehen.
 
Außerdem will Minister Tesch der Niederdeutschen Sprache noch größere Aufmerksamkeit widmen. Sowohl in Ratzeburg in Zusammenarbeit mit Schleswig-Holstein, als auch in Mecklenburg-Vorpommern z. B. gemeinsam mit dem Fritz-Reuter-Museum in Stavenhagen sollen konkrete Anlaufpunkte geschaffen werden.


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