News-Archiv September 2008
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Deutsch-Französische Zusammenarbeit - Seidel: Kooperationen für MV nutzen
Mecklenburg-Vorpommern | 16.09.2008 - 13:15:21
Schwerin/MVticker. Neue Impulse für die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Frankreich: In dieser Woche (14. bis 18.09.) sind Vertreter der IHK Poitiers aus der französischen Region Poitou-Charentes in Mecklenburg-Vorpommern zu Gast. "Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Frankreich können in vielen Bereichen weiter ausgebaut werden, etwa in der Biotechnologie, der maritimen Wirtschaft oder bei der Anwendung erneuerbarer Energien", sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Jürgen Seidel am Dienstag in Schwerin beim Empfang der französischen Gäste. Der Wirtschaftsminister begrüßte gemeinsam mit Bildungsminister Henry Tesch neben den IHK-Vertretern auch eine französische Delegation, die sich derzeit zum Thema Schulen und Bildung im Nordosten informiert.
Die Gespräche der französischen IHK-Delegation im Wirtschaftsministerium, bei der Landeswirtschaftsfördergesellschaft, bei Kammern und Firmen dienen der Vorbereitung einer Unternehmerdelegationsreise nach Mecklenburg-Vorpommern, die im kommenden Jahr stattfinden soll. Das Wirtschaftsministerium hat ein umfangreiches Programm organisiert. "Frankreich könnte vor allem ein wichtiger Partner für den Absatz von Produkten aus Mecklenburg-Vorpommern werden", sagte Seidel. Bisher entfallen auf Frankreich rund fünf Prozent der Gesamtausfuhren Mecklenburg-Vorpommerns im Wert von rund 250 Millionen Euro. "Hier bieten sich große Chancen für den Nordosten, gerade was den Yacht- und Bootsbau betrifft." Hauptausfuhrgüter waren Geräte zur Elektrizitätserzeugung und -verteilung, Waren aus Kunststoff, Sperrholz, Span- und Faserplatten sowie Funierblätter.
Seit Oktober 2003 unterhält Mecklenburg-Vorpommern eine Partnerschaft mit der Region Poitou-Charentes im Westen Frankreichs am Atlantik südlich der Loire und nördlich von Bordeaux. "Die Wirtschaft der Region ist ähnlich wie in Mecklenburg-Vorpommern stark durch Klein- und Mittelbetriebe geprägt", sagte Seidel. "Die Bereiche möglicher Zusammenarbeit sind vielfältig – in der beruflichen Bildung, Informations- und Kommunikationstechnik, Wirtschaft, im Tourismus, Natur- und Umweltschutz sowie in Wissenschaft und Forschung." Wichtige Wirtschaftszweige der französischen Partnerregion sind Landwirtschaft, Ernährungsindustrie, Holz-, Papier- und Lederverarbeitung sowie Tourismus. La Rochelle ist ein wichtiger Hafen für Holz und Getreide sowie größter Sportboothafen Europas.
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