News-Archiv September 2008
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Region Bad Doberan | 14.09.2008 - 14:04:16
Schwerin/Bad Doberan. Anlässlich der Eröffnung des Tags des offenen Denkmals hat Kultusminister Henry Tesch zum ersten Mal den Friedrich-Lisch-Denkmalpreis übergeben. In diesem Jahr geht der Denkmalpreis des Landes an den Verein der Freunde und Förderer des Klosters Bad Doberan e.V. für seine engagierte und erfolgreiche ehrenamtliche Arbeit und seinen Einsatz für die Pflege des Landeskulturerbes.
Mit dem vom Bildungsministerium gestifteten Landesdenkmalpreis werden vorbildliche Leistungen zur Rettung und zur Erhaltung von Bau- und Kunstdenkmalen oder von archäologischen Denkmalen in Mecklenburg-Vorpommern gewürdigt. Außerdem werden die überzeugende Verbreitung des Denkmalpflegegedankens in der Öffentlichkeit, hervorragende wissenschaftliche Leistungen zur Theorie und Praxis der Denkmalpflege, die Nutzung traditioneller oder innovativer Handwerkstechniken sowie langjähriges herausragendes Wirken auf dem Gebiet der Bau- und Kunstdenkmalpflege oder der archäologischen Denkmalpflege mit dem Landespreis geehrt.
Der Verein der Freunde und Förderer des Klosters Bad Doberan e.V., der sich 1998 gründete, hat heute ca. 100 Mitglieder. Ziel des Vereins ist es, "das geistliche, künstlerische und wirtschaftliche Erbe des Zisterzienserordens insbesondere in seinem Kloster Doberan zu pflegen und weiter zu erforschen sowie der Öffentlichkeit Kenntnisse über die Zisterzienser und das Kloster Doberan zu vermitteln und dadurch aktives Interesse bei Bürgern, Unternehmen und öffentlichen Institutionen zu wecken".
Hierzu organisiert der Verein zahlreiche Veranstaltungen und Ausstellungen sowie die jährlichen Klostertage und pflegt darüber hinaus den Kontakt mit Partnern im In- und Ausland. Der bauliche Erhalt und die weitere Wiederherstellung der Klosteranlage werden vor allem über eine beispielhafte Einwerbung von Spenden und Fördermitteln realisiert. Diese Arbeit wird – stellvertretend für viele andere Initiativen – mit der Übergabe des Friedrich-Lisch-Denkmalpreises an den Vorsitzenden, Herrn Pastor i. R. Günther Rein, geehrt.
Minister Tesch: "Der Verein der Freunde und Förderer des Klosters Bad Doberan e.V. hat sich außerordentlich für die Erhaltung des Zisterzienser Klosters in Bad Doberan engagiert. Er hat sich mit seinem Wirken für die Verbreitung des Denkmalpflegegedankens sowie die vorbildliche Rettung des Torhauses eingesetzt. Ich freue mich mit der Vergabe des Friedrich-Lisch-Denkmalpreises dem ehrenamtlichen Engagement meine Anerkennung aussprechen zu können."
Ebenso werden die Arbeit des Fördervereins Groß Raden sowie die Tätigkeit von Frau Prof. Dr. Sabine Bock öffentlich gewürdigt.
Der Verein der Freunde und Förderer des Archäologischen Freilichtmuseums Groß Raden e.V. sorgt mit seiner unermüdlichen Arbeit für den Erhalt und die Weiterentwicklung einer unserer bedeutendsten archäologischen Stätten im Land. Der Verein sorgt in besonderer Weise vor allem bei Kindern und Jugendlichen für die Verbreitung des Denkmalpflegegedankens und macht Geschichte anschaulich.
Frau Prof. Dr. Sabine Bock hat sich vor allem um die Verbreitung des Denkmalpflegegedankens in der Öffentlichkeit verdient gemacht und mit ihrer langjährigen wissenschaftlichen Aufbereitung des Themas in Theorie und Praxis einen Namen gemacht. Auch Ihr unermüdlicher Einsatz für Fachexkursionen soll hiermit gewürdigt werden.
Mit dem Friedrich-Lisch-Denkmalpreis möchte das Land insbesondere das enorme ehrenamtliche Engagement auf diesem Feld ehren. Es wurden 20 Vorschläge eingereicht. Der Denkmalpreis ist mit 5.000 Euro dotiert und wird auf der Eröffnungsveranstaltung des Tages des offenen Denkmales am 14.09.2008 verliehen. Die Entscheidung über die Preisträger des Jahres trifft der Bildungsminister nach einer Empfehlung eines Auswahlgremiums des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur.
Bildungsminister Tesch: "Es ist mir eine besondere Ehre, die Arbeit der genannten Vereine und Personen durch die Vergabe des Friedrich-Lisch-Preises anlässlich des Tages des offenen Denkmals explizit zu würdigen. Alle eingereichten Vorschläge waren von hoher Qualität und hätten Auszeichnungen verdient. Mein Dank gilt deshalb allen, die sich mit ihrem ehrenamtlichen Engagement für die Vielfalt unseres Kulturerbes einsetzen und es mit Leben erfüllen."
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