News-Archiv September 2008

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Terpe: Grüne Bundestagsfraktion erklärt ihre Solidarität im Kampf gegen das Steinkohlekraftwerk Lubmin

Region Greifswald | 12.09.2008 - 12:32:00

Berlin/Lubmin/MVticker. Zu den energiepolitischen Beschlüssen auf der Klausur der grünen Bundestagsfraktion in Miesbach erklärt Dr. Harald Terpe, Mitglied des Deutschen Bundestages:
 
Kohlestrom ist kein Mittel gegen hohe Strompreise. Das wissen auch die Menschen, die sich vor Ort gegen neue Kohlekraftwerke engagieren. Die Bundestagsfraktion hat sich auf Ihrer Klausur in Miesbach mit diesen Bewegungen ausdrücklich solidarisch erklärt. Deutschland braucht keine weiteren ineffizienten Kraftwerksmonster sondern einen mutigen Schritt zu den drei "großen E": Effizienz, Einsparung und erneuerbare Energien. In unserem Grünen Konzept "Energie 2.0" zeigen wir, wie Deutschland ohne Atom- und Kohlekraft die Energieversorgung sichern kann.
 
Deutschland kann auf den rot-grünen Atomausstieg nicht verzichten. Das Umwelt-bundesamt bestätigt in einer Studie, dass der Atomausstieg bis zum Jahr 2020 ohne Versorgungsengpässe und sogar unter Verzicht auf neue Kohlekraftwerke möglich ist. Die von der Stromwirtschaft und der Union behauptete Stromlücke ist in Wahrheit eine Stromlüge. Ebenso wie das Märchen von der CO2-Reduzierung durch Atom-kraftwerke. Um durch Atomkraft den CO2-Ausstoß spürbar zu verringern, müssten allein hierzulande über 50 neue AKW gebaut werden. Ohne gigantische Subventio-nen ist dazu gar kein Versorgungsunternehmen bereit. Der entsprechende Förder-bedarf wird für Deutschland auf 100 Mrd. Euro geschätzt. Das sind Kosten, die gar nicht erst auf der Stromrechnung sondern schon auf der Gehaltsabrechnung er-scheinen.
 


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