News-Archiv September 2008

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Mit Health Check den Ökolandbau effizient und nachhaltig fördern! BUND fordert Planungssicherheit für mehr und gesunde Ökobetriebe

Mecklenburg-Vorpommern | 12.09.2008 - 10:00:00

Mühlengeez/MVticker.  Auf der 18. Mecklenburgischen Landwirtschaftsausstellung (MeLa) in Mühlengeez, vom 11.9. bis 14.9. 2008 findet am Freitag, 12.09.2008 der sogenannte Bauerntag statt mit dem Thema „Health Check der EU-Agrarpolitik.“ 
 
Dr. B. Roloff, Agrarexperte des BUND, der auch dieses Jahr daran teilnimmt, erläutert die großen Chancen durch den Health Check für den Ökolandbau aus der Sicht des anerkannten Umwelt- und Naturschutzverbandes BUND: „Der Health Check bietet die Möglichkeit, dass der Ökolandbau in unserem Land endlich effizient und nachhaltig gefördert wird. Auch die bestehenden Bio-Betriebe brauchen Planungssicherheit und umstellungswillige konventionelle Betriebe müssen eine Chance bekommen, auf Ökolandbau umzustellen. Dazu müssen die Förderprogramme zur Entwicklung des ökologischen Landbaus dringend neu ausgerichtet und besser ausgestattet werden. Notwendig ist ab 2009 sowohl die Erhöhung der Umstellungsprämie auf mindestens 300€/ha und der Beibehaltungsprämie auf 210€/ha sowie ein Ausgleich für erforderliche Investitionen für Stallum- und Stallneu-Bauten während der Umstellung auf die ökologische Nutztierhaltung. Es wird weder in Brüssel noch in Bonn entschieden, was die Länder mit den europäischen Agrar-Geldern machen, sondern fällt in die Entscheidungskompetenz der Landwirtschaftsministerien der einzelnen Bundesländer. Anstatt, wie bisher für Mecklenburg-Vorpommern vorgesehen, europäisches Geld zu kürzen, ist es also mit dem Health Check möglich, deutlich mehr Geld in die sogenannte 2.Säule für den Förderschwerpunkt „Verbesserung Umwelt und Landschaft“ (2.Achse) umzuverteilen und somit für die Entwicklung des Ökolandbaus in unserem Land zur Verfügung zu stellen.“
An den Landwirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, Dr. Till Backhaus gewand: „Diese strategische Entscheidung wäre ein eindeutiges Bekenntnis für die Entwicklung des ökologischen Landbaus in Mecklenburg-Vorpommern. Aber, es geht bei der Förderung nicht darum, entweder die  Umstellungs- oder die Beibehaltungsförderung zu erhöhen sondern es geht um sowohl als auch, d.h. die Umstellung auf Ökolandbau muss wieder attraktiv werden und ökologisch wirtschaften auch betriebswirtschaftlich rentabel sein. Wir brauchen mehr und vor allem „gesunde“ Bio-Betriebe im Land.“
Hintergrund: Das Bundeslandwirtschaftsministerium wird in den nächsten Tagen den Bundesländern einen Vorschlag zur Art und Weise und zur Höhe der Förderung des Ökolandbaus machen. Die Länder können danach eigenständig entscheiden, wie und wie hoch sie den Ökolandbau fördern.
Mecklenburg Vorpommern hat die EU-Mittel für die 2.Säule von 898 Mio € (2000-2006) um 13% auf 782 Mio € (2007-2013) gekürzt. Im Vergleich der fünf neuen Bundesländer hat Mecklenburg-Vorpommern für 2007-2013 mit 276 Mio € am wenigsten Geld vorgesehen für den Förderschwerpunkt „Verbesserung Umwelt und Landschaft“ (2.Säule, 2.Achse). Das entspricht bundesweit mit 23% einem der geringsten Anteile von den Gesamtmitteln.


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