News-Archiv September 2008
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Berufsausbildungsbericht 2007 - Seidel: Unternehmen müssen durch Ausbildung den Nachwuchs sichern
Mecklenburg-Vorpommern | 09.09.2008 - 13:36:18
Schwerin/MVticker. Am Dienstag hat der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Jürgen Seidel in Schwerin den Berufsausbildungsbericht 2007 vorgestellt. „Die Ausbildungssituation hat sich im Berichtsjahr 2007 entspannt. Gründe dafür sind zum einen die positive Wirtschaftsentwicklung und zum anderen auch der spürbare Schülerrückgang“, sagte der Minister für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, Jürgen Seidel, am Dienstag in Schwerin. Die Zahl der betrieblichen Ausbildungsverträge in Mecklenburg-Vorpommern ist nach Berechnungen des Bundesinstituts für Berufsbildung in 2007 gegenüber dem Vorjahr um 1.511 auf 11.557 gestiegen. Die Zahl der außerbetrieblichen Ausbildungsverträge konnte gegenüber dem Vorjahr um 732 auf 4.528 abgesenkt werden. Die Zahl der unvermittelten Bewerber ist im September 2007 auf 707 zurückgegangen. Demgegenüber standen noch 486 unbesetzte Ausbildungsstellen.
„Allerdings macht sich der abzeichnende Fachkräftemangel auf dem Ausbildungsmarkt bemerkbar. Die geburtenschwache Jahrgänge und die schrumpfende Bevölkerung in Mecklenburg-Vorpommern werden die Zahl an Lehrstellensuchenden weiter verkleinern“, so Seidel. Von Anfang Oktober 2007 bis Ende August 2008 lag die Zahl der gemeldeten Bewerber nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit bei 15.778 (-23,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat). Beispielsweise sind aktuell noch freie Stellen als Koch/Köchin (354 unbesetzte Stellen), Restaurantfachmann/Restaurantfachfrau (279) oder Hotelfachmann/Hotelfachfrau (223) zu besetzen.
Die Zahl der vom Anfang Oktober 2007 bis Ende August 2008 gemeldeten betrieblichen Ausbildungsplätze liegt bei 10.835 (+ 3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat). „Es ist schon ein Gebot der wirtschaftlichen Vernunft, dass die Unternehmen durch Ausbildung den eigenen Nachwuchs sichern. Der Schlüssel zur Vermeidung von Engpässen liegt künftig bei Maßnahmen der Personalentwicklung“, sagte Seidel.
Nach einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung zur Ausbildungsmobilität in Mecklenburg-Vorpommern haben die großen regionalen Disparitäten auf dem Ausbildungsmarkt und das verbreitete Unterangebot an Ausbildungsplätzen eine hohe Mobilität der Auszubildenden zur Folge. Demnach pendelte (Stand Ende September 2006) jeder achte Jugendliche aller in MV lebenden Auszubildenden in andere Bundesländer (6.039). „Die Abwanderung talentierter junger Menschen muss durch attraktive und konkurrenzfähige Ausbildungs- und Arbeitsplätze gestoppt werden. Die Wirtschaft muss sich auf den Wettbewerb um Fachkräfte einstellen", sagte Seidel.
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