News-Archiv August 2008

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Boom bei erneuerbaren Energien: Windkraft wird für Stromerzeugung immer wichtiger

Mecklenburg-Vorpommern | 26.08.2008 - 11:54:21

Schwerin/MVticker. Windkraft, Biogas und Biomasse tragen mittlerweile in Mecklenburg-Vorpommern mit fast 45 Prozent zur Stromerzeugung bei. „Mecklenburg-Vorpommern ist damit beim Ausbau der  erneuerbaren Energien führend“, sagte Wirtschaftsminister Jürgen Seidel am Dienstag in Schwerin. „Gleichzeitig bleibt  ein verlässlicher Energieträgermix unverzichtbar um die kontinuierliche Versorgung zu gewährleisten.“
 
Aus Steinkohle wurden im vergangenen Jahr 2,9 Millionen Megawattstunden Strom gewonnen. Das waren 38 Prozent der insgesamt 7,8 Millionen Megawattstunden Strom, die 2007 in Mecklenburg-Vorpommern für die allgemeine Versorgung produziert wurden. Erdgas war mit 1,2 Millionen Megawattstunden der drittgrößte Energieträger.
   
In Mecklenburg-Vorpommern wurden 2007 insgesamt 3,4 Millionen Megawattstunden elektrischer Strom aus erneuerbaren Energieträgern gewonnen und in das allgemeine Versorgungsnetz eingespeist. Der Stromertrag aus diesen Energien ist damit gegenüber 2006 um die Hälfte gestiegen. Das Wachstum der Ökostromerzeugung ist vor allem auf die gestiegenen Einspeisungen aus Windkraft- und Biogasanlagen zurückzuführen. Derzeit sind in Mecklenburg-Vorpommern rund 1.200 Windkraftanlagen und 180 Biogas- und Biomasseanlagen in Betrieb. 
 
Ein Drittel der gesamten Stromerzeugung im Land kam 2007 aus Windkraftanlagen. „Hier wirken sich besonders die Investitionen in neue und effizientere Anlagen aus“, sagte Seidel. Das Repowering (Ersatz älterer Anlagen durch neue) spielt bei den Standorten an Land eine immer größere Rolle.  Aus Windkraftanlagen wurden im Jahr 2007 rund 2,5 Millionen Megawattstunden Strom eingespeist, 50 Prozent mehr als im Jahr zuvor. 
 
Windkraft liefert drei Viertel der regenerativen Stromerzeugung in Mecklenburg-Vorpommern. Die biogenen Energien, die mit netto 0,8 Millionen Megawattstunden zur einheimischen Stromerzeugung beitrugen, entsprachen mit Deponiegas und Klärgas (0,086 Millionen Megawattstunden) 25 Prozent der Ökostromerzeugung. Darunter wurde der größte Teil, rund 0,52 Millionen Megawattstunden, aus Biogasanlagen eingespeist – doppelt soviel wie im Jahr zuvor. Biomasseheizkraftwerke, die im Land hauptsächlich auf Basis von Holz, Holzabfällen und Pflanzenölen arbeiten, haben davon 2007 rund 0,28 Millionen Megawattstunden Strom eingespeist. Die Stromerzeugung aus Sonnenenergie durch Fotovoltaik-Anlagen war mit 18.900 Megawattstunden Einspeisung für die allgemeine Stromversorgung kaum von Bedeutung. Das gilt auch für Wasserkraft und Geothermie (zusammen 8.400 Megawattstunden).  


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