News-Archiv August 2008
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GRÜNE: Landesregierung muss sich für Uran-Grenzwert von 2 Mikrogramm/l im Trinkwasser einsetzen
Mecklenburg-Vorpommern | 06.08.2008 - 12:45:26
Schwerin/MVticker. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordern die Landesregierung auf, sich gegenüber der Bundesregierung für die schnelle Einführung eines Uran-Grenzwerts im Trinkwasser von 2 Mikrogramm/Liter einzusetzen, so Ulrich Söffker, Landesgeschäftsführer der GRÜNEN. Als Sofortmaßnahme sollte das Sozialministerium einen Vorsorgewert von maximal 10 Mikrogramm einführen und die Wasserversorger auffordern, Überschreitungen dieses Wertes zu vermeiden und dem Ministerium solche Überschreitungen umgehend zu melden. Außerdem müsse es eine Informationspflicht geben, welche die Wasserversorger verpflichtet, mit der jährlichen Wasserrechnung den Verbrauchern Auskunft über den Uran-Gehalt des Trinkwassers zu geben. Die GRÜNEN haben sich mit diesen Vorschlägen an den zuständigen Sozialminister, Erwin Sellering, gewandt und ihn um Informationen gebeten, welche Vorsorgemaßnahmen das Land zum Schutz vor Uran im Trinkwasser unternimmt.
Die Gesundheitsverwaltung des Landes Bayern hat bereits vor Jahren zumindest einen Vorsorgewert von 20 Mikrogramm/l eingeführt. BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN fordern die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern auf, mit einer entsprechenden Regelung eine Sofortmaßnahme zu ergreifen und sich dabei an den Empfehlungen des Umweltbundesamtes zu orientieren. Das Umweltbundesamt hatte im März diesen Jahres erneut gefordert: „Es ist die Pflicht der Gesundheitsämter und der Wasserversorgungsunternehmen, den Leitwert für Uran von 10 Mikrogramm/l im Trinkwasser sicherzustellen“. Das Bundesamt für Risikobewertung hatte für Mineralwasser einen Richtwert von 2 Mikrogramm empfohlen, der inzwischen umgesetzt wurde. Dieser Richtwert muss nach Auffassung der GRÜNEN auch für Trinkwasser Anwendung finden, um einen vorsorgenden Gesundheitsschutz zu gewährleisten. Trinkwasser ist das wichtigste Lebensmittel, da wir es in großen Mengen zu uns nehmen. Es muss möglich sein, auch Kleinkinder guten Gewissens mit Trinkwasser zu versorgen. Es kann nicht sein, dass Säuglinge aus Gesundheitsgründen mit Mineralwasser aufgezogen werden müssen, weil nur hier ausreichende Grenzwerte durchgesetzt werden, so Ulrich Söffker von den GRÜNEN.
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