News-Archiv Juli 2008

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Zweite Fortbildungsreihe in Internationaler Schule für Holocauststudien abgeschlossen - 23 Pädagogen aus M-V erhalten Zertifikate

Mecklenburg-Vorpommern | 30.07.2008 - 12:03:50

Schwerin/MVticker. "Namen und Schicksale - Jüdisches Leben während des Holocaust. Historie, Fragen und Aufgaben der pädagogischen Vermittlung" - so lautete das Thema der zweiten Fortbildungsreihe für Pädagogen aus Mecklenburg-Vorpommern in der Internationalen Schule für Holocauststudien Yad Vashem, die heute zu Ende geht.
 
Auf dem Programm der zweiwöchigen Fortbildung standen Exkursionen, Vorträge, Seminare, Workshops und vor allem zahlreiche Begegnungen mit Überlebenden des Holocaust. Heute haben 23 Lehrerinnen und Lehrer aller Schularten aus allen Teilen Mecklenburg-Vorpommerns nach erfolgreicher Teilnahme ein Zertifikat überreicht bekommen.
 
Bildungsminister Henry Tesch hat gemeinsam mit dem deutschen Botschafter in Israel, Dr. Harald Kindermann, Seminare besucht, in denen sie mit Pädagogen über Unterrichtsprojekte u. a. zu Themen wie "Jüdische Spurensuche vor Ort", Möglichkeiten der fächerübergreifenden Behandlung des Themas Holocaust, "Rolle der Musik im Konzentrationslager" oder "Rechtsradikalismus im Fußballstadion" diskutierten. Botschafter Dr. Kindermann hob hervor: "Mit diesen kontinuierlichen Fortbildungen wird den Lehrern nicht nur eine große Unterstützung für einen guten anschaulichen Unterricht gegeben, sondern sie werden auch zu mehr Kenntnis und Verständnis über den nunmehr 60jährigen Staat Israel führen."
 
Botschafter Dr. Kindermann und Minister Tesch standen zum Abschluss der Fortbildung gemeinsam den Teilnehmern für Gespräche und Anregungen über die Arbeit zum Thema Holocaust zur Verfügung.
 
Bildungsminister Tesch sagte: "Jetzt kommt es darauf an, diese ganz authentischen Erfahrungen zu den Themen Holocaust, die besondere Verantwortung Deutschlands, die Geschichte und Gegenwart Israels sowie die Beziehungen zwischen Deutschland und Israel in den Schulalltag zu übersetzen. Die Teilnehmer haben mir bestätigt, dass ihnen die Begegnungen in Yad Vashem bei ihrer Aufgabe eine enorme Hilfe sein werden. Das Konzept dieser besonderen Form der Lehrerfortbildung geht also Dank der großen Unterstützung durch Israel und die Mitarbeiter von Yad Vashem auf.
 
Das Bildungsministerium hatte im Februar 2007 auf Initiative von Minister Tesch eine Vereinbarung mit der Internationalen Schule für Holocaust-Studien über die gemeinsame Fortbildung von Lehrern und Multiplikatoren geschlossen. Zu einem Fortbildungszyklus für die Teilnehmer gehören eine Vorbereitung durch Mitarbeiter von Yad Vashem im Frühjahr, die Fortbildungsreise im Sommer und eine Nachbereitung im Herbst.


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