News-Archiv Januar 2012
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Schlotmann: Kommunale Unternehmen sind wichtige Partner in der Energiepolitik des Landes
Mecklenburg-Vorpommern | 26.01.2012 - 15:20:29
Schwerin/MVticker. "Für die Energiepolitik des Landes sind die kommunalen Unternehmen wichtige Partner", betonte Energieminister Volker Schlotmann heute (Donnerstag, 26.01.2012) auf der Landesveranstaltung Mecklenburg-Vorpommern des Verbundnetzes der kommunalen Energie vor zahlreichen Vertretern aus der Landes- und Kommunalpolitik sowie aus kommunalen Unternehmen auf der Tagung im Haus der Kommunalen Selbstverwaltung in Schwerin.
„Die kommunalen Unternehmen haben die Herausforderungen, Chancen und Aufgaben der Energiewende erkannt", so Schlotmann. “Ich sehe eine große Bereitschaft, hier etwas positiv zu bewegen. Die Energiewende wird hohe Investitionen auch im kommunalen Bereich auslösen. So werden gut bezahlte neue Arbeitsplätze geschaffen. Die kommunalen Unternehmen bei uns im Land sind bedeutende Arbeitgeber mit hoher regionaler Wertschöpfung, weil ein Großteil der Aufträge an Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern gehen“, sagte Schlotmann.
„Der Energieminister betonte bei der Tagung mit Kommunalpolitikern einige Schwerpunkte der künftigen Energiepolitik. So sei neben der Fortschreibung des Landesraumentwicklungsprogramms die „Teilfortschreibung Wind“ der Regionalen Raumentwicklungsprogramme ein Arbeitsschwerpunkt der beiden kommenden Jahre. Damit solle nahezu eine Verdoppelung der Windeignungsgebiete erreicht werden, erläuterte der Minister. So sollten neue Eignungsgebiete, neue Repowering-Gebiete und Testeignungsgebiete ausgewiesen werden.
Dafür werde noch im 1. Halbjahr 2012 der Erlass zur Ausweisung von Eignungsgebieten grundlegend überarbeitet. „Die Mindestgröße für Eignungsgebiete wird deutlich gesenkt, ebenso wie der Mindestabstand zwischen Eignungsgebieten“, sagte Schlotmann. „Der Mindestabstand zur Wohnbebauung von 1.000 Meter bleibt so wie er ist.“
Mit dem Doppelhaushalt für 2012/13 wird die Grundlage für ein Sondervermögen zur Förderung der nachhaltigen Entwicklung und des Ausbaus der Erneuerbaren Energien geschaffen. Dafür soll ein Gesetz in den Landtag eingebracht werden. Unter anderem sollen aus dem Sondervermögen Maßnahmen der Erneuerbaren Energien, der Energieeffizienz und Energieeinsparung sowie der Energiespeicher- und Netztechnologien finanziert werden.
Das „Energieland 2020“-Papier und der „Aktionsplan Klimaschutz“ werden zu einem Gesamtkonzept fortentwickelt.
In diesem Jahr wird die Netzstudie II in Zusammenarbeit mit E.ON edis, der WEMAG und 50 Hertz Transmission durch die Universität Rostock und die FH Stralsund fertig gestellt. Darin soll der künftige Bedarf an Netzausbau berechnet werden.
Minister Schlotmann will außerdem gemeinsam mit dem Bildungsminister und den Hochschulen des Landes neue Strategien in der Forschungs- und Hochschulpolitik suchen. „In speziellen Studienangeboten und der Forschung im Bereich der Erneuerbaren Energie liegt ein wichtiger Schlüssel für die neue Energiepolitik in Mecklenburg-Vorpommern“, sagte Schlotmann in Schwerin.
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