News-Archiv Februar 2011

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Sellering spricht sich für Erhalt des staatlichen Glücksspielmonopols aus

Mecklenburg-Vorpommern | 03.02.2011 - 14:43:54

Schwerin/MVticker. Eine Unterschriftensammlung mit rund 3800 Unterschriften zum Erhalt des staatlichen Glücksspielmonopols hat Ministerpräsident Erwin Sellering heute in der Staatskanzlei aus den Händen von Vertretern der Lottoannahmestellen im Land entgegen genommen. 
 
Der Ministerpräsident sprach sich für den Erhalt des staatlichen Monopols auf Lotterien und Sportwetten aus. „Dafür setzt sich die Landesregierung ein. Das staatliche Monopol stellt sicher, dass Lotterien und Sportwetten geregelt ablaufen. Und es ist der beste Weg, um vor den Gefahren der Spielsucht in diesen Bereichen zu schützen.“ 
 
In Folge eines Urteils des Europäischen Gerichtshofs verhandeln die 16 Bundesländer derzeit über einen neuen Glücksspielstaatsvertrag. Einigkeit besteht unter den Ländern darüber, dass das staatliche Lotteriemonopol erhalten werden soll. Unterschiedliche Auffassungen gibt es über die künftige Regelung bei Sportwetten. Die Regierungschefs der Länder werden sich auf ihrer nächsten Konferenz am 10. März erneut mit diesem Thema befassen.
 


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Name Text
Tiedke eMail Homepage

Betriebswirt

Glücksspielsucht kann doch hier nicht die Begründung sein, das ist doch absurd bei der Höhe der Gewinnmöglichkeiten, wenn man dann noch die Jackpots einbezieht wir es ja schon unanständig !

Wenn würde es doch nur Sinn machen die Beibehaltung des Monopols mit der staatlichen Kontrolle bzw. Sicherstellung durch Notar mit der Gewinnhöhe zu begründen, da die Manipulation nur eines Lottoscheins sich bei mehreren Millionen Gewinn ja schon lohnen würde....oder ?

Tsssss......

03.02.2011 - 16:20:46

hallodri eMail Homepage

Augenwischerei

Das Problem ist auch nicht die Glücksspielsucht, sondern die Pöstchen die zig Politiker in den Reihen von Lotto innehalten. Die guten sehen ihre Felle davon schwimmen und vom Gewinn bleibt nicht mehr genug übrig.
Was wäre dieser Staat wohl ohne Autofahrer Raucher Biertrinker und Lottospieler? Erst recht pleite und nix mehr mit Rente, natürlich würden die Politikerpension noch irgendwie zusammen gekratzt.

03.02.2011 - 18:40:01

Heinz270561 eMail

Die Heuchelei der Politik

Nach dem Urteil des EuGH vom 08.09.2010
muss jedem Politiker klar sein, dass ein
Monopol bei den Sportwetten nur durch
eine Verstaatlichung oder Schließung der
am stärksten die Spielsucht fördernden
Spielhallen erhalten werden kann.
Keine private Anbieter bei Sportwetten
bedeutet auch keine private Anbieter von
Automaten zur Förderung der Spielsucht.
Die meisten Landespolitikerheucheln
erneut dadurch, dass sie diese Bedingung
einfach nicht nennen.
Sportwetten laufen übrigens bei den
privaten Anbietern genauso geregelt
ab und es ist schon erstaunlich, dass
es immer noch Leute gibt, die bei den
staatlichen Bevormundern ihre Wetten
abgeben.

03.02.2011 - 19:54:41

beno eMail Homepage

10000 Unterschriften dagegen

Von mir könnte die Regierung mehr als 10.000 unterschriften gegen das Monopol bekommen.

Eine Frechheit von den Ländern so mit unseren Arbeitsplätzen umzugehen.

03.02.2011 - 23:06:39

badman68 eMail Homepage

Lächerlich die Kampagne gegen die Liberalisierung von Sportwetten !
Die Spielhöllen machen süchtig wie jeder weiß. *wütend* = Wütender Smilie

04.02.2011 - 00:57:17

pekolinoh eMail Homepage

Pro Monopol

Es ist richtig, dass der EuGH die Inkohärenz im deutschen Glücksspielmarkt gerügt hat. Konkret müssen die Spielhallen den gleichen Restriktionen wie die übrigen Glücksspiele unterworfen werden. Leider ziert sich da die Bundesregierung (v.a. die Liberalen), da sie alle auf der payroll der Automatenindustrie stehen. Wie sonst ist es zu erklären, dass die Bundesregierung seit Monaten ein Gutachten zurückhält, in dem festgestellt wird, dass über die Hälfte der Umsätze in Spielhallen von pathologischen Spielern generiert werden? Zu den Sportwetten ist folgendes zu sagen: Die Situation in Frankreich zeigt, dass eine Liberalisierung nichts bewirkt hat. Es werden auch dort weiter illegal Sportwetten von Steueroasen aus angeboten (Malta, Gibraltar). Selbst bwin, die im Besitz einer Erlaubnis in Frankreich sind, bieten Wetten neben dem Auftritt unter bwin.fr weiterhin unter bwin.com an. Und das mit besseren Quoten, da sie in Frankreich ja Konzessionsabgaben zahlen müssen. Solange es für Sportwettanbieter keine Niederlassungspflicht in dem Land gibt, in dem sie íhre Wetten anbieten, so lange werden diese Anbieter weiter aus Steueroasen aus ihr Angebot streuen. Also müsste zunächst die Niederlassungsfreiheit in der EU für den Bereich der Glücksspiele aufgehoben werden, was wohl eher unwahrscheinlich ist. Und auch dann würden diese Anbieter einfach von ausserhalb der EU agieren. Es kann ja wohl nicht sein, dass Firmen in diesem Bereich satte Gewinne einstreichen und hier keine Steuern zahlen. Und auf den sozialen Folgekosten bleibt dann der Staat und somit jeder einzelne brave Steuerzahler in Deutschland sitzen. Und noch etwas: die diversen Manipulationsskandale im deutschen Fussball haben deutlich gezeigt, dass Wetten nicht immer ein harmloses Vergnügen ist, sondern ein knallhartes, teilweise illegales Geschäft. Und wer hat den Fall Hoyzer damals ins Rollen gebracht? Nicht bwin, betathome usw., sondern ODDSET hat den DFB informiert. Die anderen haben weiter munter Wetten angenommen, obwohl sie genau die Auffälligkeiten im Wettverhalten wahrgenommen haben. Sie haben lediglich ihre Quoten angepasst, um ihren Gewinn zu maximieren.

04.02.2011 - 08:51:51

Luisa eMail Homepage

Der Witz ist, dass das Spielen über die staatlichen Anbieter wirklich ein Glückspiel ist, da es durch deren miserable Auszahlungsquoten unmöglich ist, mit ein wenig Verstand Gewinne einzufahren.

Seriöse Buchmacher (also nicht die staatlichen in Deutschland) haben Auszahlungsquoten von rund 97%. Hier kann man wirklich nicht mehr von einem Glücksspiel sprechen, da es wie das Handeln von Aktien ist. Wer Verstand hat und Informationen richtig zu bewerten weiß, verbucht Gewinne. Der dies nicht kann, verliert; was er an der Börse auch tun würde.

07.02.2011 - 22:56:27


 
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